Cap-Arcona-Gedenken: Erste Tagung des neuen Netzwerkes

Haffkrug

Wie nur wenige Ereignisse aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs steht die Cap-Arcona-Katastrophe vom 3. Mai 1945 für zwei Dinge. Erstens ist sie Beispiel für die NS-Verbrechen und verheerende Kriegsgewalt. Zweitens steht die Katstrophe – nach 1945 – für ein internationales Erinnern. Das Gedenken an die über 7000 dabei ums Leben gekommenen KZ-Häftlinge wird heute an über 20 Orten in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg gepflegt. Dies übernehmen Initiativen, engagierte Einzelpersonen und Kommunen.

Öffentliche Veranstaltung in Grevesmühlen

Das Anfang 2020 gegründete „Netzwerk Cap-Arcona-Gedenken“ hat sich der Koordination, Intensivierung und Weiterentwicklung dieses besonderen Erinnerns verschrieben. Es lädt am Freitag, 22. Oktober, von 9.30 bis 16 Uhr erstmals zu einer öffentlichen Tagung ein. Unter dem Titel „Update Cap-Arcona-Gedenken“ findet die Veranstaltung im Museums- und Vereinshaus in Grevesmühlen, Am Kirchplatz 5, statt. Es geht um Stand und Perspektiven des Gedenkens in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Haffkruger Mahnmalprojekt ist auch Thema

Viel im Fluss ist aktuell zum Beispiel gerade in Haffkrug. Der dortige Ehrenfriedhof für die Toten der Katastrophe soll zu einem Mahnmal umgestaltet werden. Auch dieses aktuelle Projekt soll in Grevesmühlen erörtert werden. Nähere Infos gibt es online auf www.netzwerk-cap-arcona-gedenken.de.

Pressemitteilung

„Im Rahmen des Jugendlagers der Gedenkstätte Ahrensbök besuchten jetzt junge Menschen den Ehrenfriedhof in Haffkrug-Neukoppel“, berichtet Aktivist Helmut Kurth von der „Arbeitsgruppe 27. Januar Eutin“. Er setzt sich seit Langem für die Umgestaltung des Areals zu einem Mahnmal ein. Zuvor führte eine Radtour die Jugendgruppe zu den Todesmarsch-Stelen in Süsel, den Gedenkstätten in Neustadt und zum Cap-Arcona-Aussichtspunkt am Sierksdorfer Steilufer. (Foto: hfr)

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