Stolperschwelle erinnert an deportierte Patienten

Im Gedenken an vor 80 Jahren deportierte Patienten ist auf dem Campus von Universität und UKSH eine Stolperschwelle vor dem Turmgebäude verlegt worden.

Stolperschwelle setzt ein Zeichen Am UKSH

Im Gedenken an vor 80 Jahren deportierte Patienten ist auf dem Campus von Universität und UKSH eine Stolperschwelle vor dem Turmgebäude verlegt worden. Anwesend war auch der Künstler Gunter Demnig, der seit rund 30 Jahren mit Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Seine Stolpersteine lassen Einzelschicksale nicht in Vergessenheit geraten und wirken so sowohl als europaweites Gesamtkunstwerk als auch als dezentrales Mahnmal.

Damit ist auch auf dem Hanse Innovation Campus Lübeck ein besonderes Denkmal des Künstlers zu finden: Dort, wo im September 1940 und 1941 insgesamt 625 Patientinnen und Patienten der Heilanstalt Strecknitz deportiert wurden, ist mit der „Stolperschwelle“ im Boden nun ein neuer Gedenkort entstanden. Die Heilanstalt befand sich auf dem Gebiet des heutigen Lübecker Campus. Finanziert wurde die Stolperschwelle durch Spenden, unter anderem von der Rose-Stiftung und von der von Keller-Stiftung, außerdem von Mitarbeitenden und Studierenden der Universität und des UKSH sowie Lübecker Bürgerinnen und Bürgern.

Initiiert hatten dies Studierende der Universität zu Lübeck, die zusätzlich eine Ausstellung zur Geschichte der Euthanasie und zur Deportation der Patientinnen und Patienten sowie eine Veranstaltungsreihe unter dem Namen „plötzlich weg“ geplant haben (https://ploetzlich-weg.de) . Mit ihrer Initiative möchten sie an die damaligen Ereignisse erinnern und ihre Bedeutung bis in die Gegenwart reflektieren. Bisher wies lediglich ein Gedenkstein auf die Deportationen im Jahr 1941 hin.

Gunter Demnig verlegte die Stolperschwelle. Foto: Vivian Upmann

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.