Erste Bilanz der „First-Responder Süsel“: Beeindruckend viele Einsätze in kurzer Zeit

DRK

Nach einem Sturz findet die Ehefrau ihren Mann bewusstlos am Boden liegend. Sie wählt die Notrufnummer 112. Der Disponent in der Leitstelle alarmiert den Rettungsdienst und zusätzlich die First-Responder-Gruppe des Deutschen Roten Kreuzes Süsel. Ein freiwilliger Helfer trifft aufgrund des kurzen Anfahrtwegs nach nur vier Minuten bei dem Verletzten ein und beginnt sofort mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. Drei Minuten später sind die hauptamtlichen Kräfte des Rettungsdienstes ebenfalls eingetroffen. Gemeinsam versorgen sie den Mann, der anschließend ins Krankenhaus gefahren wird.

First-Responder absolvieren über 60 Einsätze

So oder so ähnlich haben sich inzwischen mehr als 60 Einsätze ereignet, die die First-Responder-Kräfte des DRK-Ortsvereins Süsel seit dem 1. März durchgeführt haben. Eine solche Initiative war die erste im Kreis Ostholstein. Robin Cyriacks, Leiter der Bereitschaft Süsel und „Erfinder“ der Gruppe, sagt: „An diese Zahl von Hilfeleistungen hatten wir nicht gedacht. Wir sehen daran, wie sinnvoll die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt ist.“

First-Responder-Gruppe umfasst 25 Mitglieder

Die First-Responder-Gruppe umfasst 25 Mitglieder. Somit ist gewährleistet, dass täglich fast immer rund um die Uhr im Bereich der Gemeinde Süsel sowie in Sierksdorf, Haffkrug und Gronenberg die sehr gut qualifizierten Helfer alarmiert werden können. „Das Ziel ist, bei lebensbedrohenden Situationen so lange Hilfe leisten zu können, bis der Rettungsdienst eintrifft. Wir schließen also die Lücke zwischen Notfallgeschehen und hauptamtlicher Hilfe, weil wir vor Ort sind. Dabei zählt jede Minute“, erläutert Robin Cyriacks. Je schneller Helfer vor Ort sind, desto geringer ist die Gefahr, dass Gehirnschäden auftreten. Denn am häufigsten haben es die First Responder mit Herzinfarkten oder Krampfanfällen zu tun.

Süseler Initiative kann Beispiel für andere Kommunen sein

Ingo Weidemann, erster Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Süsel, sagt: „Schon nach kurzer Zeit gibt es diesen beeindruckenden Bericht. Deshalb unterhalten und unterstützen wir unsere Gruppe sehr gern und hoffen, dass ähnliche Initiativen auch in anderen Bereichen unseres Kreises entstehen.“

Text/Foto: DRK Süsel

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