Wer zügig beginnt, ist schneller fertig: Marktplatz-Umbau in Eutin ohne große Adventspause

Marktplatz-Umbau

Der Weg für einen schnellen Baufortschritt ist frei: Nachdem die Marktbeschicker den Umzug des Wochenmarktes auf den Berliner Platz befürwortet haben, kann die Umgestaltung des Eutiner Marktplatzes zügiger umgesetzt werden. „Je schneller man das durchzieht, um so eher ist man fertig“ – dieser Überzeugung sind die meisten Geschäftsleute und Anlieger. Diesen Eindruck hatten jedenfalls Bürgermeister Carsten Behnk und Klaus Berger, Schachtmeister der Baufirma Strabag, nach einem Info-Rundgang am Freitag von Geschäft zu Geschäft.

Strabag will jetzt zwei statt einen Bagger einsetzen

Die eigentlich angedachte Adventspause während des Weihnachtsgeschäfts ab dem 27. November halten die meisten Befragten für nicht nötig, wenn bei einem Verzicht die Bauarbeiten beschleunigt werden können. Deshalb wird jetzt vermutlich beim Marktplatz-Umbau „rangeklotzt“ und zunächst bis zum 17. Dezember durchgearbeitet. Die Abwesenheit des Wochenmarktes setzt die Strabag sogar in die Lage, zwei statt einen Bagger auf dem Markt einsetzen zu können. „So bekommen wir die Kanalisation noch bis Ende des Jahres unter die Erde und können die äußeren Flächen bis Mai mit Klinker pflastern“, meint Berger. Dann wäre der Hauptbereich der gastronomisch genutzten Fläche vom Brauhaus bis zum Restaurant Markt 17 bereits zu Beginn der Saison komplett fertig.

Kleine Events, um Kunden auf den Markt zu locken?

Für Gastronom Orlando Rizzuti ist der vorübergehende Umzug des Wochenmarktes verkraftbar. „Das ist zwar ein Frequenzbringer, aber der Wochenmarkt findet ja statt und die Leute werden sicher auch noch mal in die Innenstadt kommen. Es gibt genügend Gründe, sich im Zentrum aufzuhalten.“ Dass Bauarbeiten Einbußen bedeuten, sei ihm ohnehin klar. „Wenn Anfang Mai tatsächlich das Klinkerpflaster liegt, ist das richtig was wert“, meint er. Ähnlich sieht es Monika Wohlfarth vom Einrichtungshaus „Vivendi“. Man müsse die Witterung ausnutzen, „so weit wie es geht“. Bürgermeister Behnk überlegt, ob man auch mit kleinen Events arbeiten kann, um Kunden trotz des Marktplatz-Umbaus weiter an den Marktplatz zu locken. Für weihnachtliche Atmosphäre wird im Advent auf jeden Fall gesorgt.

Lübecker Straße in beiden Richtungen befahrbar

Im Vorfeld der Baumaßnahmen wird die Einbahnstraßenregelung in der Lübecker Straße vom 11. Oktober an aufgehoben. Es ist mit Begegnungsverkehr durch Baufahrzeuge in der Lübecker Straße zu rechnen. Das Parkplatzangebot verringert sich und ist nur noch eingeschränkt nutzbar. Diese Regelung gilt für die Dauer der Bauarbeiten bis ins Jahr 2023 hinein.

„Rundes Markt-Erlebnis“ auf dem Berliner Platz

Und solange der Marktplatz-Umbau andauert, bleibt der Wochenmarkt auf dem Berliner Platz. Obsthändler und Marktsprecher Christian Lüth erklärt den Umzug, der ab dem 20. Oktober erfolgt, so: „Für unsere Kunden können wir so einen verlässlichen Rahmen und ein rundes Markt-Erlebnis bieten. Jeder hat hier seinen festen Platz, sodass die Besucher sich gut zurechtfinden können.“ Die Stadt Eutin wird den Wochenmarkt am neuen Standort mit Öffentlichkeitsarbeit und verschiedenen Aktionen unterstützen.

Volker Graap

Am Freitag gingen Karen Dyck (links) vom Tiefbauamt, Bürgermeister Carsten Behnk und Strabag-Schachtmeister Klaus Berger (rechts) von Geschäft zu Geschäft und informierten die Anlieger über die Baumaßnahme. Monika Wohlfarth vom Einrichtungshaus „Vivendi“ unterstützte die Auffassung, solange es die Witterung zulässt, weiterzubauen – ohne Pause im Advent. (Foto: Graap)

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