Spuren jüdischen Lebens: Ausstellung zeigt Familiengeschichten aus Timmendorfer Strand und Niendorf

Im Jahr 2021 leben Juden nachweislich seit 1700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Dieses Jubiläum wird bundesweit mit vielen Veranstaltungen gefeiert. Und anlässlich dieses Festjahres ist ab sofort bis zum 31. Oktober in der Timmendorfer Trinkkurhalle eine Ausstellung zu sehen, die sich mit dem Thema „Spuren jüdischen Lebens in Niendorf und Timmendorfer Strand“ beschäftigt. Geplant und am 28. September eröffnet wurde die Schau von Bildungsinstitutionen der Gemeinde. Das Gemeindearchiv Timmendorfer Strand, die Bücherei, die Timmendorfer Strand Niendorf Tourismus GmbH und die Volkshochschule haben die Ausstellung gemeinsam zusammengestellt.

34 Infotafeln mit Bildern und Geschichten

Gegenstand der 34 Infotafeln mit Geschichten und Bildern sind ehemals in der Gemeinde wohnende oder verweilende Familien – darunter Thomas Mann, Heinrich Mann und seine zweite Frau Nelly Kröger-Mann, Ilse Frank, die zweite Frau von Bauhaus-Begründer Walter Gropius, Ernst und Alexander Oppler, die Familie Landau-Mühsam oder der offensichtlich auch für die Firma Beiersdorf tätige Fotograf Edgar Alexander.

Details zum Thema „Flüchtlingslager Pöppendorf 1947“

Ebenso beschreiben die Ausstellungsmacher damalige gastronomische Betriebe mit rituellem bzw. koscherem Essen. Daneben verweisen die ausgestellten Tafeln auf einzelne Personen, auf Familien oder auf Stiftungen, die in Niendorf und Timmendorfer Strand Heime für weniger privilegierte Kinder oder Jugendliche geschaffen haben. Zu ihnen zählen Laura Beit, Cäcilie und Carl Schmilinsky, Eugenie und Rudolf Ballin. Außerdem liegt ein Ordner „Exodus“ bereit, aus dem man viele Details zum Thema „Flüchtlingslager Pöppendorf 1947“ nachlesen kann.

Schau könnte eventuell in die Verlängerung gehen

Die Ausstellung in der Rotunde ist werktags von 11 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eventuell wird die Schau bis zum Jahresende verlängert. Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung TSNT GmbH

Haben die Ausstellung in der Trinkkurhalle am Dienstag eröffnet (von links): Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke, Archivleiterin Melanie Zühlke, Helmut Schwarz, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Archiv, und Büchereileiterin Stephanie Scheel. (Foto: hfr)

 

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