Marktplatz-Umbau in der Eutiner Innenstadt dauert zwei Jahre

Mitte Oktober beginnt in Eutin der Umbau des Marktplatzes. Das Herz der Innenstadt soll barrierefrei gestaltet, die Aufenthaltsqualität verbessert werden. „Wir gehen abschnittsweise vor und wollen Geschäftsleute, Anwohner und Wochenmarktbeschicker möglichst wenig beeinträchtigen“, sagte Bürgermeister Carsten Behnk am Dienstag bei einer Anlieger-Info vor Ort.

Markt bleibt begehbar, der Einzelhandel erreichbar

Ab dem 11. Oktober wird die Baustelle eingerichtet. Der Markt bleibt zu jedem Zeitpunkt begehbar, die Geschäfte und Restaurants bleiben erreichbar. In einem ersten Schritt steht die Erneuerung der Regen- und Schmutzwasserkanalisation einschließlich der Hausanschlüsse an. Ab März folgt die Verlegung des außen verlaufenden Klinkerbandes. Im dritten Schritt verlegt das Bauunternehmen im Innenbereich gesägte Naturgroßsteinpflaster und packt die Wasserspiele und die Neueinfassung des Denkmals an. Zum Einsatz kommen Baumaterialien, wie man sie bereits bei der Sanierung von Peterstraße, Rosengarten und Königstraße verwendet hat. Im Spätsommer 2023 soll die Maßnahme fertiggestellt sein.

Baupause in der Vorweihnachtszeit – oder nicht?

Wegen der Bauarbeiten gibt es in diesem Advent keine Eisbahn auf dem Marktplatz. Ob ab dem 27. November bis zum 2. Januar eine Baupause eingelegt wird, muss noch näherer mit den Kaufleuten besprochen werden. Sie würde dazu dienen, dass das Weihnachtsgeschäft ohne Baustellenaktivitäten über die Bühne gehen kann. Es gibt auch den Alternativvorschlag, bis zum 17. Dezember durchzuarbeiten und so Zeit zu gewinnen. Alles, was unter die Erde muss, solle so schnell wie möglich erledigt werden.

Die Meinungen gehen auseinander

Zu dieser Frage gingen die Meinungen der etwa zwei Dutzend interessierten Zuhörer auseinander. Die einen sahen die adventliche Einkaufsatmosphäre in Gefahr, andere sehen die Situation eher pragmatisch. Was schon erledigt ist, hält später nicht auf und könnte im besten Falle dazu beitragen, dass die Arbeiten früher beendet werden können.

Bleibt der Wochenmarkt oder zieht er vorläufig um?

Außerdem ist offen, ob der Wochenmarkt vor Ort bleibt oder vorübergehend auf den Berliner Platz ausweicht. Eine klare Position hierzu müssen die Marktbeschicker noch untereinander abstimmen. Karen Dyck vom Stadtbauamt jedenfalls versichert, dass die Wochenmarktstände in ihrer reduzierten Winteraufstellung weiterhin auf dem Marktplatz untergebracht werden könnten. „Einen festen Platz können wir aber niemandem versprechen, die Stände werden auch hin- und herrücken müssen“, erläuterte sie. Um Kontinuität zu gewährleisten, könnten die Marktbeschicker einen temporären Umzug auf den Berliner Platz bevorzugen. „Dazu tendieren wir zurzeit“, meinte Christian Lüth, Vertreter der Wochenmarkthändler.

+++ Update +++
Die Marktbeschicker haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, für die Zeit der Bauarbeiten mit dem Wochenmarkt auf den Berliner Platz umzuziehen! Ab dem 20. Oktober gibt es die frische Ware immer mittwochs und sonnabends jeweils von 8 bis 13 Uhr nun dort.

Bürgermeister verspricht größtmögliche Flexibilität

Bürgermeister Behnk warb bei den Betroffenen dafür, miteinander im Gespräch zu bleiben. Er versprach größtmögliche Flexibilität. Mit Anregungen, Problemen und Wünschen können man sich jederzeit an die Stadtverwaltung wenden. Und auch für die Marktplatz-Sanierung gilt: Wöchentliche Baustellenbesprechungen – auch mit Vertretern der Kaufmannschaft – sind geplant.

Volker Graap

Dieser Gestaltungsplan des Büros RMP zeigt aus der Vogelperspektive, wie der neue Marktplatz einmal aussehen soll. Auf der Rossmann-Seite ist die Pflanzung weiterer Bäume geplant. Vom Altbestand wird nur ein Baum in Höhe Jannys Eis gefällt und ersetzt. Alle anderen Bäume bleiben erhalten. Der genaue Standort des Fontänenfeldes ist noch offen. (Grafik und Visualisierung: RMP)

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