Lübecker Impfzentrum geschlossen: Bürgermeister dankt den Helfern

Impfzentrum Lübeck ist geschlossen.

Anlässlich der Schließung des Lübecker Impfzentrums am Sonntag, 26. September, dankten Bürgermeister Jan Lindenau und Senator Sven Schindler allen Beteiligten für ihren Einsatz. Seit 4. Januar waren unter anderem 55 Bundeswehrsoldaten, 70 Mitarbeiter der Johanniter, 60 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und 300 Ärzte unter der organisatorischen Leitung der Feuerwehr Lübeck im Einsatz. Insgesamt wurden rund 127.000 Erst-, Zweit- und Drittimpfungen im Lübecker Impfzentrum durchgeführt und an das RKI gemeldet.

„Besonderer Dienst für die Gesellschaft“

„Ich danke allen Beteiligten für die engagierte Umsetzung einer bisher beispiellosen Impfaktion. Sie alle haben Großartiges geleistet. Die professionelle Arbeit hat auch gezeigt, dass alle beteiligten Institutionen und Ämter gut zusammenarbeiten und auch besondere Herausforderungen gemeinsam gut bewältigen können. Ich habe großen Respekt vor Ihrer Leistung, mit der Sie unserer Gesellschaft einen besonderen Dienst erwiesen haben, der größte Anerkennung verdient“, sagte Bürgermeister Jan Lindenau anlässlich der Schließung des Impfzentrums.

Mehr Freiheit durch Impfungen

„Jeder Einzelne der hier im Impfzentrum Tätigen hat einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass deutlich weniger Menschen erkranken oder gar an Covid-19 versterben als noch vor neun Monaten“, so Senator Sven Schindler. „Darüber hinaus freue ich mich, dass wir inzwischen alle durch die Impfungen wieder mehr miteinander machen können. Dafür bin ich den Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen des Impfzentrums enorm dankbar!“

„Viele Herausforderungen“ im Impfzentrum

„Die organisatorische Betreuung des Impfzentrums hat uns vor so manche Herausforderung gestellt – anfangs der fehlende Impfstoff, die sich immer wieder ändernden Rahmenbedingungen durch die unterschiedlichen Impfstoffe bis hin zu den sich ändernden Öffnungszeiten und teilweise nicht einzuschätzender Nachfrage an Impfungen“, resümiert Nils Lüdemann, organisatorischer Leiter des Impfzentrums der Feuerwehr Lübeck. „Doch es war stets positiver Stress, denn das Lächeln auf den Gesichtern der Impfwilligen hat uns immer in unserer Arbeit bestätigt. Daher danke ich allen Bürgerinnen und Bürgern, die uns so viel Wertschätzung entgegengebracht haben und natürlich allen Mitwirkenden, ohne die wir dies nicht hätten umsetzen können, für die vertrauensvolle und kooperative Zusammenarbeit.“

127.000 Impfungen getätigt

„Das Ergebnis von rund 127.000 Impfungen zeigt, zu was eine Gesellschaft in der Lage ist, wenn verschiedene Akteure zusammenarbeiten, um gemeinsam ein so bedeutendes Ziel zu erreichen“, führt Dr. Ralf Staiger, ärztlicher Leiter des Impfzentrums, aus. „Wir empfinden Demut und Dankbarkeit in Anbetracht dieser enormen Herausforderung und sind froh, einen Beitrag für die Lübeckerinnen und Lübecker erbracht zu haben. Die Arbeit war spannend, vielfältig, anstrengend aber auch sehr schön in einem solch tollen Team. Vielen Dank an alle!“

Viele wollten im Impfzentrum mithelfen

„Es war in Zeiten des Fachkräftemangels überraschend, wie groß das Interesse war, im Impfzentrum aktiv zu werden“, so Yonathan Arnold von den Johannitern. „Trotz der täglichen Herausforderungen war es am Ende des Tages eine große Bestätigung, dass wir unser gemeinsames Ziel, möglichst allen Impfwilligen ein Impfangebot zu machen, erfolgreich umsetzen konnten. Unser Dank gilt allen Beteiligten für die außerordentlich gute Zusammenarbeit.“

„Tolle Teamarbeit!“

Tobias Plitt, Geschäftsführer des DRK Lübeck, sagt: „Rückblickend war vor allem das außergewöhnliche Engagement der Kolleginnen und Kollegen vom DRK bemerkenswert, die innerhalb kürzester Zeit auf Zuruf bereit waren, das Team im Impfzentrum zu unterstützen. Die Zusammenarbeit im Impfzentrum war offen und reibungslos. Es ist eine noch engere Vernetzung entstanden. Wir danken allen für die tolle Teamarbeit!“

Bundeswehr leistete Amtshilfe

„Für uns war es der längste und aufwendigste Amtshilfe-Einsatz, den wir so in der Vergangenheit noch nicht zu bewältigen hatten. Insbesondere die enge Zusammenarbeit mit den zivilen Hilfsorganisationen war in der Intensität neu. Die Zusammenarbeit war einmalig und absolut professionell. Wir nehmen viele Erfahrungen für künftige Einsätze mit. Gefreut haben wir uns vor allem über die positiven Rückmeldungen und das Lob aus der Bevölkerung. Wir danken allen für die Wertschätzung, die uns hier entgegengebracht wurde“, zieht Major Gregorij Freiherr von Wittgestein, Kompaniechef der 1. Kompanie Eutin Bilanz.

Corona-Schutzimpfungen

Corona-Schutzimpfungen werden künftig von den niedergelassenen Vertrags- und Privatärzten sowie Betriebsärzt:innen und Krankenhäusern angeboten. Wer seine Erstimpfung in einem der Impfzentren erhalten hat, sollte sich anlässlich der notwendigen Zweitimpfung mit BioNTech/Pfizer, Moderna oder AstraZeneca mit seinem Hausarzt in Verbindung setzen.

Temporäre Impfstellen

Künftig werden ab Oktober 2021 an verschiedenen Standorten in Schleswig-Holstein temporäre Impfstellen zur Durchführung von Auffrischungsimpfungen eingerichtet. Informationen zu den Standorten sind unter www.impfen-sh.de abrufbar.

In der Hansestadt Lübeck soll es voraussichtlich ab Mitte Oktober 2021 Corona-Schutzimpfungen im Lübecker Gesundheitsamt, in den Nachbarschaftsbüros Hudekamp und Eichholz sowie im Jugendzentrum Moisling als Auffrischungsimpfung geben.

Impfbestätigungen

Verlorene Impfbestätigungen von Lübecker Bürgern können über die KV Schleswig-Holstein erneut angefordert werden. Das Gesundheitsamt hat keinen Zugriff auf die Daten der im Impfzentrum geimpften Personen. Daher wird an die die KV Schleswig-Holstein verwiesen.

Alle Nicht-Lübecker, die im Lübecker Impfzentrum geimpft wurden, wenden sich an das Gesundheitsamt, das aufgrund ihrer Meldeadresse zuständig ist.

Fundsachen

Gegenstände, die im Impfzentrum gefunden wurden, können im Fundbüro, Königstraße 49 – 57, 23552 Lübeck, abgeholt werden.

Neun Monate Corona-Schutzimpfungen in der MuK

Das Lübecker Impfzentrum war als eines der ersten in Deutschland bereits Mitte Dezember 2020 einsatzbereit. Kernstück bildeten die Kabinen, in denen parallel die Beratungsgespräche sowie die Impfungen durchgeführt werden können. Je nach Bedarf wurde die Kapazität flexibel erhöht oder reduziert. Von anfangs nur 60 Impfungen mit einer Impflinie täglich, auf bis zu 1100 Impfungen und bis zu sieben Impflinien täglich. Maximal hätten bis zu acht Linien betrieben werden können und damit täglich mindestens 1800 Impfungen verabreicht werden können.

Für den Betrieb des Impfzentrums waren mehrere Partner verantwortlich: Die Kassenärztliche Vereinigung (KVSH) für das ärztliche Personal, das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und die Johnanniter–Unfall-Hilfe (JUH) für das medizinische, aber nichtärztliche Personal, die Bundeswehr für das administrative Personal sowie die Feuerwehr der Hansestadt Lübeck für die Gesamtleitung.

Immer wieder mussten alle Mitarbeitenden von DRK, KVSH, JUH und Bundeswehr sehr flexibel sein. So auch beispielsweise im Juni 2021 als die Impfungen ohne Termine starteten und die Nachfrage weitaus höher war als angenommen. Innerhalb von nur wenigen Stunden realisierten die Organisatoren die personelle Besetzung für weitere Impflinien. Dafür gab es seitens Bevölkerung immer wieder viel Lob an die engagierten Mitarbeiter:innen vor Ort!

Viel positive Resonanz gab es auch für den Fahrdienst zum Impfzentrum der Hansestadt Lübeck in Kooperation mit dem DRK und JUH. Dieses Angebot richtete sich an Lübecker, die 80 Jahre oder älter waren und die Wohnung nicht alleine verlassen konnten. 800 Personen konnten so zum Impfzentrum gelangen. Pressemitteilung Hansestadt Lübeck

Foto: Hansestadt Lübeck

 

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