Kieler Tatort: Cujo, Borowski und der gute Mensch

Wenn am Sonntag, 3. Oktober, wieder ein Kieler Tatort über die Mattscheibe flimmert, ist ein echter Stockelsdorfer mit dabei: Filmhund Cujo.

Trilogie um den Mörder Kai Korthals findet ihr Ende – Stockelsdorfer Filmhund ist mit dabei

Wenn am Sonntag, 3. Oktober, wieder ein Kieler Tatort über die Mattscheibe flimmert, ist ein echter Stockelsdorfer mit dabei: Filmhund Cujo spielt hier eine Hündin in wichtiger Funktion.
Eigentlich ist Cujo ein Australian Shepherd-Rüde und mit mittlerweile 13 Jahren auch schon im Rentenalter. „Als die Filmagentur bei uns anrief, ob wir beim Kieler Tatort mitwirken möchten, waren wir trotzdem dabei“, erzählt Gordon Krei. Gedreht wurde im Oktober 2020 in Kiel und Hamburg.

„Die Dreharbeiten waren sehr spannend, vor allem mit Lars Eidinger, ein sehr sympathischer Schauspieler“, so Filmhundtrainer Krei. Der hat übrigens eine Hundeallergie. „Er hat das aber sehr entspannt gesehen, dagegen gebe es ja Tabletten“, schmunzelt Krei im Rückblick. Was ihn persönlich sehr beeindruckt hat, war das Drehen auf einem Schrottplatz in Hamburg. „Da willst du eigentlich keinen Hund laufen sehen“, so Krei. „Es gibt so viele Dinge, die da herumliegen, an denen sich ein Hund verletzen kann.“

Für eine Szene musste Cujo jedoch über den Platz laufen. „Die gesamte Crew hat dafür extra vorher den ganzen Platz gesäubert, damit er sich nicht verletzen kann“, staunt er im Rückblick immer noch. „Es ist einfach toll, wie der Regisseur darauf eingegangen ist, obwohl er gar keine Erfahrung beim Drehen mit Hunden hat.“

Cujo gibt alles für den Film

Für seine Filmrolle als Hündin musste Cujo ein wenig präpariert werden. Dass er eigentlich als Rüde eine Hündin darstellt, spielt dafür keine Rolle. „Bei dem Fell sieht man nicht, ob es eine Hündin oder ein Rüde ist“, erklärt Krei. Aber Cujo musste für seine Filmrolle ein wenig schmuddelig aussehen und auch eine Verletzung am Vorderlauf musste nachgestellt werden. „Ich war Coach, Maskenbildner und Caterer in einer Person“, so Krei weiter.

Auch die Anforderungen beim Dreh mit einem Hund sind besonders. „In einem Take gab es mehrere Aufgabenstellungen, die zusammen recht knifflig und eine Herausforderung für den Hund waren.“ Manchmal müssen dann auch ein paar Tricks dafür herhalten.

Cujo hat auch bei anderen Produktionen mitgewirkt. So ist er zusammen mit Gordon Krei in der Anfangssequenz des Stralsund-Krimis zu sehen, der Anfang dieses Jahres abgedreht wurde. Hier findet Cujo zusammen mit Krei als joggender Komparse eine Leiche. Auch 2019 wurde „Unter anderen Umständen“ mit Cujo auf Holnis gedreht, wo er wiederum eine Leiche findet. Der Film wurde am 2. März 2020 unter dem Titel „Über den Tod hinaus“ ausgestrahlt.

Tatort-Trilogie

Der Tatort „Borowski und der gute Mensch“ mit Axel Milberg als Kommissar Klaus Borowski und Lars Eidinger als Frauenmörder Kai Korthals stellt den Abschluss einer Trilogie dar. Im ersten Tatort „Borowski und der stille Gast“, der im September 2012 ausgestrahlt wurde, nimmt das Unheil seinen Lauf. Es war übrigens der erste Tatort, bei dem der Mörder am Ende nicht gefasst wurde. Im zweiten vom November 2015 kommt der Mörder zurück im Tatort mit dem Titel „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes. Der Mörder Kai Korthals kommt lebenslang in die forensische Psychiatrie. Die beiden Teile werden jetzt im Vorfeld für den Abschluss der Trilogie nochmals gezeigt. In „Borowski und der gute Mensch“ kann Korthals fliehen. Der Mörder hat in der Klinik zahlreiche Briefe von Verehrerinnen erhalten. Borowski und seine Kollegin Mila Sahin vermuten, dass diese sich in höchster Gefahr befinden.

Anja Hötzsch

Australian Sherpherd-Rüde Cujo aus Stockelsdorf hat an der Seite von Lars Eidinger beim Kieler Tatort mitgewirkt. Foto: Gordon Krei

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