Mitmachen beim Klimastreik und der Klimawahl

Was in den vergangenen Jahren als „Wetterkapriolen“ dargestellt wurde, kann durch die Zunahme an Intensität nicht mehr geleugnet und als Klimakrise benannt werden.

Die Lübecker Ortsgruppe Fridays for Future ruft am 24. September zum Streik für das Klima auf

Was in den vergangenen Jahren als „Wetterkapriolen“ dargestellt wurde, kann durch die Zunahme an Intensität nicht mehr geleugnet und als Klimakrise benannt werden. Doch wie und wann wird in der Politik gegengesteuert, um das Schlimmste gerade für die junge Generation zu verhindern?

Charlotte Stenzel studiert in Kiel Geologie und gehört zur Lübecker Ortsgruppe Fridays for Future, die noch bis zur Bundestagswahl auf der DGB-Wiese campt und mit Mahnwache und Informationen großes Engagement zeigt. „Die Frage des Klimaschutzes hängt eng mit der Bundestagswahl zusammen“, sagt sie und sieht die erwachsenen Wähler mit ihrer Stimme auch in der Verantwortung für Kinder und jungen Menschen, die noch nicht wählen dürfen. „Jetzt kommt die letzte Legislaturperiode, in der das Ziel der Pariser Klimakonferenz, die Erderwärmung auf 1.5 °C zu begrenzen, noch eingehalten werden kann“, unterstreicht sie.

Aufruf an alle

Zusammen mit bislang 50 Bündnispartnern aus Kultur, Wirtschaft und privaten Engagierten rufen Schüler und Schülerinnen, Studierende sowie junge, bereits in Arbeit stehende Lübecker unter dem Motto #AlleFürsKlima am Freitag, 24. September, zum globalen Klimastreik auf. Mit Nachdruck fordert das Bündnis Klimagerechtigkeit und wirksamen Klimaschutz. Neben dem Theater Lübeck, dem Stadtschülerparlament, den Buchhandlungen Adler, Buchfink und Prosa sind viele weitere Lübecker Akteure vertreten. Auch Aykut Kasabas von ONE Fairtrade ist mit im Boot. „Wir sind über Lieferketten und Kontakt zu den Farmern häufig mit Gerechtigkeitsfragen und Klimafolgen konfrontiert“, sagt er. Doch nicht nur deswegen geht ONE Fairtrade am 24. September mit auf die Straße. „Es braucht jetzt jeden einzelnen, damit Veränderung gemeinsam gelingen kann!“, unterstreicht Kasabas.

„Jetzt ist es wichtiger denn je, die Relevanz von Klimapolitik und Zukunftsfragen auf die Straße zu tragen“ unterstreicht auch Charlotte Stenzel. Fridays for Future ist bis zum 25. September im aktiven Austausch mit Passanten, um über Wahl und Klimastreik zu sprechen. Zusammen mit Sophia Maria Pott ist sie gespannt auf den kommenden Freitag. „So ein großes Bündnis für Klimaschutz hat es in Lübeck noch nicht gegeben“, freut sich Sophia Maria Pott über die enorme Resonanz. Das zeige, dass am Freitag viele auf die Straße gehen um dazu aufzurufen, am Wahltag für die Zukunft und damit für die junge Generation zu wählen. „Wir rufen alle in Lübeck auf, sich unserem Bündnis anzuschließen und zum Klimastreik und zur Klimawahl zu gehen“, richtet sich die junge Lübeckerin an alle, die sich für gemeinsam für die Zukunft einsetzen wollen. Monika Poppe-Albrecht

Klimastreik vor der Klimawahl: Florian Doll, Marek Jüchter und Selina Vogt von Fridays for Future freuen sich über eine große Beteiligung der Lübecker am 24. September. Foto: M. Poppe-Albrecht

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