Mit Musik und Muffins für Hochwasseropfer unterwegs

Es waren schockierende Bilder aus den westdeutschen Hochwassergebieten. Schüler des Johanneums sammeln über 5000 Euro für die Marienschule in Euskirchen

Schüler des Johanneums sammeln über 5000 Euro für die Marienschule in Euskirchen

Es waren schockierende Bilder aus den westdeutschen Hochwassergebieten. Nicht nur Straßen, landwirtschaftliche Betriebe und Wohnhäuser wurden zerstört, sondern auch Schulen. So wie die Marienschule in Euskirchen – ein Traditionsgymnasium, an dem viel Musik gemacht wird.

Als Kathrin Maetzel, Eva-Maria Salomon und Inken Christiansen, Lehrerinnen am Johanneum, Fotos von zerstörten Instrumenten und Sport- und Spielgeräten an der Schule sahen, war ihnen sofort klar: Hier ist Solidarität von Schule zu Schule gefragt. Denn während Unterrichtsmaterialien und Mobiliar zum Glück schnell vom Staat ersetzt werden, fehlt das, was an den meisten Schulen durch einen Förderverein finanziert wird.

Ein Zeichen der Verbundenheit

Mit dem Ziel, den Jungen und Mädchen in Euskirchen ein Zeichen der Verbundenheit zu schicken, machte sich das Johanneum drei Wochen lang daran, Spenden für die Marienschule zu sammeln. Ideen und Engagement der Lübecker Kinder kannten keine Grenzen! In kleinen Gruppen musizierten sie in der Fußgängerzone, verkauften selbstgebackenen Kuchen, veranstalteten Straßenflohmärkte und Sponsorenläufe und schrieben persönliche Grüße an die Schüler in Nordrhein-Westfalen. Auch die Chöre des Johanneums waren auf dem Marktplatz zu hören.

Dabei erlebten die Kinder ganz besondere Begegnungen: Als Nele und Lena aus der 6. Klasse mit Harfe und Gitarre in der Innenstadt spielten, lernten sie eine Familie aus Euskirchen kennen, die in ihren Ferien nach Lübeck gereist war. Der Vater hatte sogar die Marienschule besucht. Dass an ihrem Urlaubsort so engagiert an ihre Heimat gedacht wurde, berührte die Familie sehr.
Beim Kassensturz zeigt sich: Über 5000 Euro kann das Johanneum dem Schulverein der Marienschule weitergeben, damit es vor Ort bald wieder Instrumente und Spielgeräte gibt.

Dana Becker, Helen Haack, Leonie Schmidt und Josefin Trinkler aus der 5d verkauften Kuchen in der Fußgängerzone.   Foto: Johanneum

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.