Schluss mit lustig auf dem Kirchenvorplatz: Abendliches Alkoholverbot in Stockelsdorf

Die Kirchengemeinde hat aufgrund Vorfälle mit Jugendlichen auf dem Kirchenvorplatz die Gemeinde gebeten, die Würde der Kirche zu schützen

Der Kirchenvorplatz und das angrenzende Areal mit Rathausmarkt und Münzplatz erfreut sich einer zunehmenden Beliebtheit bei der Bevölkerung. Leider kommt es dabei auch immer mehr zu Störungen durch einige Personen und Gruppen, die sich dort am Abend aufhalten (der Wochenspiegel berichtete).

Bisherige Maßnahmen hatten keinen Erfolg

Die bisher ergriffenen Maßnahmen, Hinweise und Kontrollen von Ordnungsamt und Polizei haben nicht den erwünschten Erfolg gezeigt. „Insbesondere durch zum Teil hohen Alkoholkonsum sind die Hemmschwellen der sich im betreffenden Bereich Aufhaltenden niedrig und die Fähigkeit zur Einsicht deutlich gemindert“, erklärt Ordnungsamtsleiter Stefan Köhler. Die Gemeinde Stockelsdorf hat sich daher in Absprache mit der Polizei dazu entschlossen, eine Allgemeinverfügung zum Verbot des Konsums und des Mitführens von alkoholhaltigen Getränken sowie Glasbehältnissen für das Ortszentrum zu erlassen.

Allgemeinverfügung gilt bis zum 31. Oktober

Betroffen von dieser Allgemeinverfügung, ist die Fläche die von den Straßenzügen Ahrensböker Straße, Segeberger Straße und Marienburgstraße begrenzt wird. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst ab dem 10. September bis zum 31. Oktober an allen Wochentagen in der Zeit von 18 Uhr bis 6 Uhr am Folgetag.

Zunahme von Rechtsverstößen unterbinden

„Die Maßnahme ist aus polizei- und ordnungsbehördlicher Sicht notwendig. Sie ist geeignet, um eine weitere Zunahme von Rechtsverstößen zu unterbinden und konkrete Gefahren für den Einzelnen und die Allgemeinheit abwenden zu können“, so Köhler weiter. „Beim dem Großteil der Bevölkerung, der sich ordnungsgemäß und rechtskonform verhält, bitten wir um Verständnis für die Anordnung.“

Auf dem sonst so friedlichen Kirchenvorplatz feiert man abends gern. Ab sofort gilt hier und auf dem Münzplatz und Rathausmarkt ein nächtliches Alkoholverbot. (Foto: Anja Hötzsch)

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