Wieder Senioren als Ziel: Schockanrufe in Lübeck und Ostholstein

Am Donnerstag, 2. September, kam es sowohl im Lübecker Stadtgebiet als auch im Kreis Ostholstein vermehrt zu Schockanrufen über die Festnetzanschlüsse von Senioren. Die Anrufer gaben sich in den bekannt gewordenen Fällen als Polizeibeamte aus und täuschten vor, dass der Sohn oder die Tochter der Angerufenen einen Verkehrsunfall verursacht hätte. Nur eine Kaution könne eine Inhaftierung abwenden. Die Polizei warnt noch einmal ausdrücklich vor dieser kriminellen Masche.

Vermögensschäden konnten abgewendet werden

Ältere Mitbürger haben sich am Donnerstag verstärkt wegen sogenannter Schockanrufe bei der Polizeileitstelle in Lübeck gemeldet. Die Angerufenen oder deren Angehörige reagierten richtig und informierten die Polizei, sodass Vermögensschäden abgewendet werden konnten. Das Kommissariat 13 der Lübecker Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Betruges in mehreren Fällen aufgenommen.

Tipps der Polizei zur Prävention

Die Polizei empfiehlt allen Bürgern folgende Verhaltenshinweise zur Prävention:
– Seien Sie grundsätzlich skeptisch gegenüber fremden Personen am Telefon.
– Lassen Sie sich den vollständigen Namen des anrufenden Polizisten sowie dessen Dienststelle und Rückrufnummer geben und legen Sie dann auf. Im Zweifel kontaktieren Sie die Polizei über 110 oder die nächstgelegene Dienststelle und hinterfragen dort den Anruf.
– Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über persönliche Lebensverhältnisse, persönliche Daten oder Ihre finanzielle Situation.
– Die Polizei verlangt am Telefon keine Überweisungen auf ein Konto.

Nützlich: Aufsteller mit Notfallnummern

Nicht nur bei lebensälteren Angehörigen empfiehlt sich ein Aufsteller mit den wichtigsten Rufnummern auf dem Telefontischchen. Darauf notiert sollten die Telefonnummern enger Verwandter sowie die der Polizei sein. Entsprechende Aufsteller können kostenlos beim Sachgebiet Prävention der Polizeidirektion Lübeck oder über das Servicecenter der Polizei unter Telefon 0451 1311400 oder 0451 1310 angefordert werden. Weitere Informationen findet man auch im Internet auf www.polizei-beratung.de.

Pressemitteilung Polizeidirektion Lübeck

(Symbolfoto: Rike/pixelio.de)

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