Die Sprachpartner der Gemeindediakonie Lübeck sind wieder am Start

Grund zum Feiern für die Sprachpartner der Gemeindediakonie Lübeck – das Projekt besteht seit 15 Jahren.

Das Projekt der Gemeindediakonie Lübeck besteht seit 15 Jahren und ist interkulturell

Grund zum Feiern für die Sprachpartner der Gemeindediakonie Lübeck – das Projekt besteht seit 15 Jahren. Die Sprachpartnerschaften, gefördert von der Possehl-Stiftung und der Bluhme-Jebsen-Stiftung, haben sich neu aufgestellt. Neben Leiterin Christine Wischmeyer, die bereits seit vier Jahren im Projekt mitarbeitet, sowie der langjährigen Mitarbeiterin Ute Rusch bereichert die gebürtige Iranerin Parva Soudikani das Projektteam. Bis zum Mai 2020 hatte sie das inzwischen ausgelaufene Projekt „Großeltern im Quartier“ im Stadtteilhaus Lübeck-St. Lorenz Süd mit geprägt.

„Wir hoffen, dank Parva noch besser auf die Migrantinnen und Migranten zugehen zu können“, so die ausgebildete Kauffrau Christine Wischmeyer. „Gemeinsam wollen wir das Projekt auf eine neue Ebene stellen.“ So wollen die beiden Frauen künftig alle Einführungsworkshops für neue Projektteilnehmende gemeinsam gestalten, für die Migrant*innen soll es wieder eigene Veranstaltungen geben. „Zuletzt haben wir uns sehr auf die deutschsprachigen Teilnehmenden konzentriert und um sie geworben“, so Wischmeyer. Die Suche nach diesen gehe ungeachtet dessen auch weiter, denn zurzeit stünden 50 Migranten auf der Warteliste für eine Sprachpartnerschaft.

Sprachpartnerschaft für Migranten

Bei dieser geht es zunächst um den alltäglichen Gebrauch der deutschen Sprache. Das Konzept: Deutschsprechende treffen sich einmal in der Woche für rund zwei Stunden mit Migranten, die bereits Grundkenntnisse in Deutsch besitzen. Unter dem Motto „Miteinander sprechen – voneinander lernen“ geht es aber auch um den menschlichen und kulturellen Austausch untereinander. Schon seit 2011 engagiert sich etwa Kerstin Niederste-Werbeck als Sprachpartnerin und sagt: „Es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, so viele verschiedene Kulturen kennenzulernen.“ Im Laufe der Jahre hat sie schon Sprachpartnerinnen und -partner aus Ägypten, Syrien, Afghanistan, dem Iran, Eritrea und Armenien gehabt.

Sprachcafé findet auch wieder statt

Christine Wischmeyer will nun auch wieder Sprachcafés anbieten – monatliche zwanglose Treffen für Sprachpaare wie Interessierte, die das Projekt kennenlernen möchten. Aufgrund der räumlichen Einschränkungen durch Corona ist das Evangelische Frauenwerk dafür jedoch zurzeit nicht nutzbar. Eine Ausweichmöglichkeit hat das Team mit der Diele des Lübecker Jugendrings, Mengstraße 41, gefunden. Das erste offene Sprachcafé im Rahmen der interkulturellen Woche findet dort am Montag, 27. September, von 17 bis 18.30 Uhr statt.

Um Anmeldung für das Sprachcafé wird bis zum 23. September gebeten unter Telefon 0451/ 6 13 20 15 10 oder per E-Mail an sprachpartnerschaften@gemeindediakonie-luebeck.de.

Das neue Projektteam ist interkulturell: Parva Soudikani (v. l.), Projektleiterin Christine Wischmeyer und Ute Rusch.  Foto: Gemeindediakonie

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