Es ist wieder Kino-Zeit im Eutiner „Binchen“: Start mit Dokumentarfilm und Filmklassiker

Ab sofort ist das kommunale Kino in Eutin wieder regelmäßig geöffnet: Nach 17 Monaten Zwangspause kann der Kulturbund im „Binchen“ wieder den Betrieb aufnehmen. „Zwar noch nicht wieder ganz so, wie es in vergangenen Zeiten war, weil Corona immer noch einen Fuß in der Tür hat, aber doch mit einem Hygienekonzept und maximal 50 Besuchern“, sagt Kulturbund-Chef Dr. Wolfgang Griep.

Start mit „Die Ostsee von oben“

Die Gäste müssen jedoch nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. „Das ist zwar Aufwand, aber es überwiegt die Freude, dass endlich wieder der magische Funke des Kinos überspringen kann“, so Griep. Start ist bereits am Freitag, 3. September, um 20 Uhr. Dann flimmert der preisgekrönte Dokumentarfilm „Die Ostsee von oben“ über die Leinwand. Der Streifen zeigt die Schönheiten der Natur im Norden aus der Vogelperspektive.

Kino-Café begeistert vor allem ältere Zuschauer

Am Dienstag, 7. September, um 15 Uhr lädt das „Binchen“ zum allmonatlichen Kino-Café ein. Dann stehen Klassiker aus der guten, alten Zeit auf dem Programm, die vor allem das ältere Publikum begeistern dürften. Zu sehen ist mit dem deutschen Spielfilm „Königliche Hoheit“ ein großer Kinoerfolg der frühen 50er-Jahre mit dem idealen Liebespaar: Dieter Borsche verkörpert den integren, aufrechten Charakter, Ruth Leuwerik die tatkräftige und emanzipierte Frau. So auch in dieser Verfilmung des Romans von Thomas Mann.

Ironisch wie die Romanvorlage von Thomas Mann

Und darum geht es: Ruth Leuwerik spielt die amerikanische Millionärstochter Imma Spoelmann, die um die Jahrhundertwende in das verschlafene Großherzogtum Grimmburg kommt und sich in den Bruder des Fürsten verliebt. „Der Film übernimmt die Ironie der Romanvorlage und setzt noch etwas dazu, nämlich kleine kritische Seitenhiebe auf die Gegenwart im beginnenden Wirtschaftswunderland“, weiß Wolfgang Griep.

Zum Kinogenuss gibt’s noch Kaffee und Kuchen dazu

Weitere Filmkomödien im Rahmen des Kino-Cafés sind „Der Page vom Dalmasse-Hotel“ von 1933 mit Dolly Haas (5. Oktober), „Geld oder Leben“ von 1966 mit Fernandel und Heinz Rühmann (2. November) und „Der Raub der Sabinerinnen“ von 1954 mit Gustav Knuth und Paul Hörbiger (7. Dezember). Auf Wunsch gibt es zum Kinogenuss noch Kaffee und Kuchen dazu.

Dreiteilige Filmreihe zum Thema „Vergessene Malerinnen“

Das wöchentliche Programm startet zunächst nur eingeschränkt. „Aus Corona-Gründen können wir bis auf Weiteres nur eine regelmäßige Vorstellung am Freitagabend um 20 Uhr anbieten“, berichtet Griep. In den kommenden Wochen stehe eine kleine Filmreihe zum Thema „Vergessene Malerinnen“ auf dem Plan. Am 10. September läuft die Filmbiografie „Séraphine“. Am 17. September folgt die Doku „Jenseits des Sichtbaren – Hilma af Klint“. Zu Gast ist Regisseurin Halina Dyrschka. Und am 24. September zeigt das kommunale Kino den Dokumentarfilm „Wer ist Oda Jaune?“

Volker Graap

Der Kulturbund-Vorsitzende Dr. Wolfgang Griep ist auch Filmvorführer im „Binchen“, dem kommunalen Kino in Eutin. (Foto: Graap)

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