Geschichtserlebnisraum: Förderung für Mittelalter-Projekt

Der Geschichtserlebnisraum hat mit dem Hansemuseum Bundesmittel in Höhe von insgesamt 20 000 Euro für digitale Vermittlungsformen erhalten.

Bundesmittel für Kooperationen des Geschichtserlebnisraums mit dem Hansemuseum

Der Geschichtserlebnisraum im Roten Hahn in Kücknitz verknüpft offene Sozialarbeit mit verschiedenen Bildungsangeboten unter anderem auch für Schulen. So haben beim Bau eines mittelalterlichen Klosters beispielsweise Auszubildende des Dachdeckerhandwerks an der Eindeckung mitgearbeitet und angehende Glaser die Fenster für das Dormitorium und das Refektorium angefertigt. So können historische Handwerkstechniken vermittelt werden.
Mit dem Europäischen Hansemuseum besteht bereits seit einigen Jahren eine Kooperation.

Diese hat nun mit dem Projekt Kulturgemeinschaften eine große Anerkennung erfahren. Der Geschichtserlebnisraum hat gemeinsam mit dem Hansemuseum Bundesmittel in Höhe von insgesamt 20 000 Euro für digitale Vermittlungsformen erhalten. Damit werden Sachmittel und Fortbildungen zur Gestaltung von Inhalten für ein YouTube-Video und einen Podcast finanziert.
„Wir wollen vor allem mit dem YouTube-Video die Jugendlichen erreichen und aus dem Digitalen in das Analoge ziehen“, sagt Timo Kloth, beim Hansemuseum für die Abteilung Bildung und Vermittlung zuständig, „Wie erreicht man junge Menschen am besten? Über Instagram, Facebook oder aber durch YouTube“, erklärt Frank Thomas vom Geschichtserlebnisraum. Das Ziel sei die Jugendlichen aus dem Digitalen in das Analoge zu bekommen, damit sie selbst kreativ werden. „Entweder im Museum oder bei uns auf dem Platz.“

Zusammenarbeit mit Mittelaltercenter in Nykøbing

Timo Kloth hatte den Fördertopf des Bundes entdeckt. „Das ist genau das, was wir wollen“, so Kloth. Beantragen konnten sie das jedoch nur als Partner. Der kleinere Partner, in diesem Fall der Geschichtserlebnisraum, muss den Antrag stellen. Nutzer werden dann beide Kooperationspartner sein. „Das ist eine Belohnung für unsere gute Zusammenarbeit“, freut sich Thomas.

Eine weitere Kooperation bahnt sich derzeit auf internationaler Basis an. „Das Mittelaltercenter in Nykøbing hat bei uns angefragt“, so Thomas begeistert. „Das ist für uns so etwas wie ein Ritterschlag.“ Das dänische Mittelaltercenter auf der Insel Falster ist ein lebendiges Museum in einem mittelalterlichen dänischen Dorf mit Häusern, großer Ausstattung und Kleidung. Anders als im Geschichtserlebnisraum gibt es hier allerdings keine Projekte, wie beispielsweise der Klosterbau. Die Projektform und die soziale Orientierung sind auch der Grund für die Kooperationsanfrage. Für diesen grenzüberschreitenden Austausch werden aus EU-Mitteln acht Besuche innerhalb eines halben Jahres finanziert. Anja Hötzsch

Die Kooperation zwischen dem Geschichtserlebnisraum und dem Hansemuseum wird finanziell durch de Bund im Rahmen des Projektes Kulturgemeinschaften gefördert. Frank Thomas vom GER (l.) und Timo Kloth vom Hansemuseum freuen sich sehr darüber. Foto: HÖ

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