Hommage an die Dichter: Hamburger Maler Fritz Schade stellt im Kulturcafé in Eutin aus

„Bildende Kunst und dichtende Kunst sind eng verzahnt“, sagt Fritz Schade. Wie eng, das beweist der Hamburger Maler und Grafiker mit seiner neuesten Ausstellung im Kulturcafé Klausberger am Markt 16 in Eutin. Unter dem Titel „Das Bild des Dichters“ präsentiert er eine Hommage an seine Lieblingspoeten.

Lyriker, die Schade beeindruckt und inspiriert haben

Den Kern der Werkschau mit über 40 Arbeiten bilden Farbholzschnitte, die Schade seit 2016 gefertigt hat. Sie zeigen Porträts von 13 Dichtern, die ihm besonders am Herzen liegen. Es sind Größen wie Rainer Maria Rilke und Friedrich Hölderlin, Marcel Proust und Gottfried Benn, Bertolt Brecht und Paul Celan, aber auch antike Klassiker wie Homer oder Ovid, die Fritz Schade mit ihrem Werk beeindruckt und auch inspiriert haben. „Wie der Maler eine Bilderwelt schafft, lässt der Dichter Bilder durch Sprache entstehen“, nennt Schade einen wesentlichen Grund, warum er die Lyriker so bewundert.

Der Künstler nimmt auch auf Gedichte Bezug

Zu sehen sind einerseits Porträts, die Schade nach zeitgenössischen Abbildungen oder Fotos geschnitten hat. Zum anderen setzt er die Dichter in Bezug zu einem Gedicht, ihrem Gesamtwerk oder ihrem Lebensweg und zeigt auf diese Weise auch auf, wie eng Werk und Schicksal der Dichter oft miteinander verbunden sind.

Dekorateur-Handwerk einst in Eutin erlernt

Der 73-jährige Künstler begann Mitte der 60er-Jahre eine Lehre als Dekorateur bei LMK in Eutin. „Ich habe noch zwei Jahre in dem Beruf gearbeitet, aber schnell gemerkt, das ich Kunst machen will“, berichtet Schade. Deshalb folgten ein Studium an der Werkkunstschule und ein Studium an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg, wo er noch heute als freier Maler lebt und arbeitet. Die Laufzeit der Ausstellung ist zunächst offen und nicht befristet.

Volker Graap

Fritz Schade präsentiert in Eutin seinen Dichterzyklus. Auf diesem Bild ist Friedrich Hölderlin zu sehen. (Foto: Graap)

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