Einsatzübung der BRH-Hundestaffel aus Krumbeck

An fünf Stationen stellten Hundeführer und ihre vierbeinigen Begleiter der BRH Rettungshundestaffel Schleswig-Holstein ihr Können unter Beweis.

An fünf Stationen stellten Hundeführer und ihre vierbeinigen Begleiter ihr Können unter Beweis

Sie sind jederzeit einsatzbereit und stellen sich ehrenamtlich in den Dienst der Menschen: Die BRH Rettungshundestaffel Schleswig-Holstein Ost wird immer dann gerufen, wenn Menschen vermisst werden. Das muss natürlich auch geübt werden, damit Hund und Hundeführer nicht einrosten. Seit Beginn der Pandemie war das nur eingeschränkt möglich. Jetzt fand erstmals wieder eine größer angelegte Einsatzübung statt.

„An unserer Einsatzbereitschaft hat sich in diesen turbulenten Zeiten natürlich nichts geändert und wir haben auch in den letzten Monaten diverse Einsätze im Bereich Lübeck und Ostholstein zum Auffinden von vermissten Personen abgearbeitet“, versichert Axel Schaak, Vorsitzender und Zugführer. Trainiert wurde selbstverständlich auch in Pandemiezeiten, wenn auch nur zu zweit. Seit Anfang des Jahres konnten die Mitglieder wieder regelmäßig jede Woche mit ihren Hunden trainieren und sie zu Rettungshunden ausbilden.

Größerer Einsatz mit Prüfung

Nun fand erstmals wieder eine größer angelegte Einsatzübung in einem kleinen Privatwald unweit von Dissau statt. „Wir sind Hartmut Hamerich sehr dankbar, dass er uns die Übung in seinem Wald ermöglicht hat“, so Julia Schaak. Dort konnten die Ausbilder mehrere Stationen aufbauen, an denen die Teams aus Hundeführer und Suchtrupphelfer ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen konnten. Ganz nebenbei wurden zwei Neumitglieder zur Erlangung ihrer Einsatzfähigkeit im Rahmen solch einer Übung überprüft. Auch der Hundenachwuchs einiger langjähriger und erfahrener Hundeführer wurde ebenfalls auf mögliche Einsätze vorbereitet.
Insgesamt gab es fünf Stationen in dem Waldgebiet. Bei der ersten Station ging es um die Unterordnung der Hunde. Lassen sie sich ablenken? Gehorchen sie ihrem Hundeführer? Gehen sie brav bei Fuß um einen Parcours? Bleiben sie so lange auf einer raschelnden Rettungsdecke liegen, wie es der Hundeführer anordnet?

Hunde werden für verschiedene Situationen gerüstet

Die zweite Station war eine klassische Suche. Dort wurden besondere Helferbilder nachgestellt, wie ein Mensch mit Rollator oder Tarnanzug oder in einer besonderen Körperposition versteckt im Dickicht. „Damit sollen die Hunde auf verschiedene Helferbilder trainiert werden“, erklärt Julia Schaak. Mit dabei ist auch ihr Sohn Ole (13), der sich im Tarnanzug als Waldschrat getarnt gut versteckt hatte, von Wällerrüde Mailo aber schnell gefunden wurde. Zuvor hatten sich die drei Teammitglieder mit den beiden Hundeführern Andreas Keuchel mit Mailo und Claudia Cyriacks mit Chap sowie der angehenden Suchtrupphelferin Lisa-Marie König auf eine sinnvolle Aufteilung des Suchgebiets verständigt.

Die dritte Station trainiert die Menschen als Kommunikationsübung. Hier soll das Übermitteln von Inhalten geübt werden, indem per Funk dem Partner die Lage von verschiedenen Legosteinen erklärt wird. „Im Einsatzfall müssen die Suchtrupphelfer, die für die Kommunikation zuständig sind, präzise Angaben machen können und das soll hier geübt werden“, so Julia Schaak.

Als letzte Station übernimmt die Freiwillige Feuerwehr Krumbeck den Rücktransport der Suchtruppteams im Feuerwehrfahrzeug. Auch das wird im Einsatzfall häufig durchgeführt, weshalb die Hunde das bei einer Übung schon mal kennenlernen können. Anja Hötzsch

Auf geht’s zur ersten Station: Lisa-Marie König, Neuanwärterin als Suchtrupphelferin, Hundeführerin Claudia Cyriacks mit Chap und Hundeführer Andreas Keuchel mit Mailo. Foto: Anja Hötzsch

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