Greenpeace macht in Travemünde auf gefährdete Ostsee aufmerksam

Greenpeace Ostsee Travemünde

Mit einer spektakulären Aktion hat die Organisation „Greenpeace“ am Sonnabend in Travemünde auf den schlechten Zustand von Nord- und Ostsee aufmerksam gemacht. Zum Einsatz kam auch ein Schwimmbanner.

Todeszonen in der Ostsee

Nord- und Ostsee geht es schlecht. „Sogenannte Todeszonen ohne jeglichen Sauerstoff, in denen weder Fische noch andere Meeresbewohner überleben können, nehmen in der Ostsee zu“, so Greenpeace in einer Pressemitteilung. Grund seien die industrielle Übernutzung und die Klimaerhitzung.

Schweinswal ist stark gefährdet

„Stark gefährdet ist Deutsch­lands einzige Walart, der Schweinswal. Die Popu­la­tion aus etwa 450 Tieren bei Bornholm steht auf der Roten Liste der IUCN unter ‚vom Aus­sterben bedroht‘“,  erläutert Ingrid Boitin von Greenpeace Lübeck“, sagt Ingrid Boitin von Greenpeace Lübeck. Darum müssten diese Lebensräume besser geschützt werden. Denn Fischbestände müssten sich auch erholen können.

„Schutzgebiete existieren nur auf dem Papier“

Eigentlich hätte die Politik das auch verstanden, so Greenpeace. Denn bereits im Jahre 2007 seien bereits die Hälfte der deutschen Meeresgebiete als Schutzzonen ausgewiesen worden. Doch das stünde nur auf dem Papier. Immer noch würde in Schutzgebieten gefischt, teils mit bodenzerstörenden Grundschleppnetzen, beklagt die Umweltorganisation. Zudem bedrohe die Klimakrise die Ostsee. Die Wassertemperaturen sind nach Auskunft von Greenpeace seit 1969 um 1,8 Grad gestiegen. Oliver Pries

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