Toter Schweinswal: Mann stellt sich, Gericht verbietet unverpixelte Fotos

Toter Schweinswal Zeugen Fotos

Der Fall eines toten Schweinswals in der Ostsee vor Grömitz erhitzt die Gemüter. Offenbar hatten mehrere Badende das Tier für Fotos missbraucht und es gestreichelt, danach starb der Wal. Die Polizei hat Schwierigkeiten, Zeugen des Vorfalls zu finden.

Nur wenige Zeugen haben sich gemeldet

Nur wenige Personen haben sich bislang auf den Zeugenaufruf der Polizei gemeldet. Unter ihnen befand sich aber auch ein Mann, der mitgeteilt hat, dass er zu den Erwachsenen gehörte, die im Wasser bei dem Tier waren. Der Mann wird nun als Beschuldigter in dem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren geführt, so die Polizei. Bei dem Mann handele es sich allerdings nicht um die Person, die verpixelt auf den veröffentlichten Fotos zu sehen gewesen sei, so die Ermittler.

Amtsgericht: Keine unverpixelten Fotos

Unverpixelte Fotos indes wird die Öffentlichkeit nicht zu sehen bekommen. Das wurde – vor allem in den sozialen Netzwerken – immer wieder gefordert. Doch das Amtsgericht Lübeck hat der Veröffentlichung unverpixelter Fotos nicht stattgegeben. Die Straftat sei nicht so erheblich, dass der intensive Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der abgebildeten Person angemessen und verhältnismäßig wäre, so das Gericht.

Polizei sucht weiter Zeugen

Die Polizei sucht aber immer noch Zeugen. Wer etwas gesehen hat, kann sich unter Telefon 04371 / 5030860 oder per E-Mail (fehmarn.wspst@polizei.landsh.de) an die Polizei wenden. Oliver Pries

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