Zwei Stücke, fünf Aufführungen: Ausdrucksstarkes Tanztheater aus Eutin

Wen Tanzperformances begeistern, der sollte einen näheren Blick auf die neuen Produktionen von Angelika Neumann werfen. Die Eutiner Künstlerin arbeitet seit 2017 eng mit der Choreographin Krisztina Horváth und dem TanzTheater Eutin zusammen. Gemeinsam erforschen sie die spielerische Verbindung von Text, Musik und Tanz. Im August und September präsentieren sie die Stücke „La Strada – Das Lied der Straße“ und „#virginqueen – Elizabeth I. von England” jeweils in Eutin und in Lübeck.

Brisante Dreiecksgeschichte nach dem Film von Fellini

Krisztina Horváth und das TanzTheater Eutin übersetzen die brisante Dreiecksgeschichte aus dem Film „La Strada“ von Frederico Fellini in Tanztheater mit einer Verbindung aus freiem Ausdruckstanz, modernem Tanz und Schauspielelementen. Das Stück beschreibt das Leben des raubeinigen Straßenkünstlers Zampanò (dargestellt von Angelika Neumann) und der unerfahrenen Gelsomina (Adrienn Janzsó). Der Seiltänzer Matto (Rita Brodehl) bringt Gelsomina Zuneigung entgegen und so ist ein handfester Streit zwischen ihm und Zampanò unausweichlich.

Zuschauer erleben poetische Bilder

Die melodramatische Filmmusik von Nino Rota erschafft eine Zirkusatmosphäre voller Humor und grotesker Situationen. Die Tänzerinnen zeichnen ihre Figuren mit szenischem Spiel und ausdrucksstarkem Tanz. Den Akteuren gelingt es, die einprägsamen Figuren aus dem Spielfilm neu zu interpretieren und die Erzählung in berührende, poetische Bilder zu fassen. Zu sehen ist „La Strada“ am Sonntag, 8. August, um 17 Uhr im Jagdschlösschen am Ukleisee in Eutin-Sielbeck. Die Lübecker Aufführung findet am Sonntag, 5.September, um 18 Uhr im Haus Eden, Königstraße 25, statt.

Blick auf Englands „jungfräuliche Königin“

Bei „#virginqueen“ entwirft Angelika Neumann mittels Schauspiel, freiem Ausdruckstanz und Videotechnik ein vielschichtiges Porträt von Elizabeth I. von England. Eine unverheiratete Frau an der Spitze der Macht in der Welt des 16. Jahrhunderts war eine Ungeheuerlichkeit. Elizabeth I. von England hatte alle mächtigen Fürsten in ihrem Umfeld gegen sich und das rebellische Schottland unter der thronberechtigten Maria Stuart in ihrem Rücken. Mit der Kennzeichnung ihrer selbst als „jungfräuliche Königin“ zahlte sie für ihren Erfolg einen hohen Preis, den Verzicht auf ihr persönliches Glück.

Das Tanztheater ist in Eutin und Lübeck zu sehen

Angelika Neumann wechselt in ihrer Darstellung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zeigt so auf, wie Frauen damals wie heute um ihre Gleichstellung kämpfen müssen. Auf Grundlage von überlieferten Zitaten, Auszügen aus Friedrich Schillers „Maria Stuart“ und zur Musik von Frédéric Chopin und Henry Purcell entsteht ein Wechselspiel aus expressivem Tanz und ausdrucksstarkem Schauspiel. „#virginqueen” von und mit Angelika Neumann ist am Sonntag, 15. August, um 17 Uhr am Jagdschlösschen am Ukleisee in Eutin-Sielbeck zu sehen. In Lübeck folgen am Sonntag, 29. August und 19. September, jeweils um 18 Uhr im Haus Eden, Königstraße 25, zwei weitere Aufführungen.

Eintrittskarten kosten jeweils 15 Euro

Karten für die Eutiner Termine gibt es bei der Tourist-Info Eutin, Telefon 04521 70970. Eintrittskarten für die Veranstaltungen in Lübeck sind online auf www.luebeck-ticket.de erhältlich. Tickets kosten jeweils 15 Euro. Nähere Infos findet man auf www.theaterineutin.de

Pressemitteilung Angelika Neumann

Angelika Neumann in der Rolle von Elizabeth I. (Foto oben: Berend Neumann)
Das Stück „La Strada“ hat Angelika Neumann zusammen mit Krisztina Horváth und dem TanzTheater Eutin einstudiert. (Foto unten: Krisztina Horváth)

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