Renate Künast pflanzt in Malente ersten Spendenbaum fürs FÖJ

Die Streuobstwiese der BUND-Ortsgruppe an der Malenter Au ist ein wahres Paradies für Insekten und ein Refugium für alte Obstbaumsorten. Neben Apfelbäumen finden sich hier auch Birn-, Zwetschgen-, Kirsch- und Walnussbäume. Ein besonderes Exemplar ist nun dazugekommen: Vergangenen Freitag pflanzte die Bundestagsabgeordnete Renate Künast in Malente die allererste „Freiwilligen-Birne“.

Freiwilligendienst soll bekannter werden

Die Grünen-Politikerin ist Schirmherrin des neuen Charityprojekts zugunsten der Ökologischen Freiwilligendienste. Diesen Birnbaum kann jedermann für 50 Euro erwerben, zehn Euro gehen an den „Förderverein Ökologische Freiwilligendienste“, der sich für den Ausbau und die Qualitätssicherung insbesondere des Freiwilligen Ökologischen Jahres einsetzt. „Unsere Ziele sind aber auch, die Freiwilligendienste bekannter zu machen und eine naturnahe Gartengestaltung zu befördern“, sagt Initiator Hinrich Goos. Der Ehrenvorsitzende des Fördervereins hat bereits den Verkauf des „Freiwilligen-Apfels“ angestoßen und kündigt an: „Es werden noch mehr Obstsorten, die wir mit einer Baumschule an der Westküste vermarkten wollen.“

Verlust von Arten ist große Herausforderung

„Deutschland braucht die Freiwilligen, deren Engagement sich meist auch nach dem Jahr fortsetzt und nachhaltig ihr Leben beeinflusst“, sagte Renate Künast am Freitag. Deshalb habe sie die Schirmherrschaft über die Aktion gerne übernommen. Renate Künast sagte zu, die „Freiwilligen-Birne“ weiter zu promoten. „Neben der Klimakrise ist der Verlust von Arten, von Diversität die zweite große Herausforderung, der wir gegenüberstehen“, betonte die frühere Bundeslandwirtschaftsministerin. Die Streuobstwiese an der Malenter Au sei das beste Beispiel dafür, wie man Vielfalt erhalten könne.

Baumschule in Sörup verkauft den Baum

Und die BUND-Ortsgruppenvorsitzende Birgit Janz-Sacco unterstrich, dass das „Freiwilligen-Obst“ auf Hofkoppeln und Streuobstwiesen Lebensraum für viele bedrohte Insektenarten biete. Die „Freiwilligen-Birne“ kann über die Baumschule Ceban in Sörup, Telefon 04635 293913, bezogen werden. Weitere Infos gibt es online auf www.foej.de.

Das Freiwillige Ökologische Jahr wirkt

Mit vor Ort waren mit Paula Hermenau vom Umwelthaus Neustadt und Maybritt Schink aus der Landesgeschäftsstelle in Kiel übrigens auch zwei FÖJlerinnen des BUND. Beide stehen am Ende ihrer zwölfmonatigen Dienstzeit. Während Paula im Anschluss Informatik studieren will, hat sich Maybritt auf ein Biologie-Studium und damit auf ein berufliches Engagement im Natur- und Umweltschutz festgelegt. Das FÖJ wirkt also.

Volker Graap

Setzten ein Zeichen für die Freiwilligenarbeit (von rechts): Renate Künast pflanzte mit den FÖJlerinnen Paula Hermenau und Maybritt Schink eine „Freiwilligen-Birne“ auf der BUND-Streuobstwiese in Malente. (Foto: Graap)

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