Feiern in Travemünde: Sachbeschädigung und genervte Anwohner

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Die Lübecker CDU fordert ein neues Sicherheitskonzept für Travemünde. Grund sind Feiern, die offenbar am vergangenen Wochenende im Bereich des Kurstrandes stattgefunden haben. Feiernde hätten den Kurstrand vermüllt, Anwohner fühlten sich gestört, so die CDU.

Strandpromenade Travemünde: Müll, Lärm und Sachbeschädigung

Die Strandpromenade in Travemünde hätte am vergangenen Wochenende ein erschreckendes Bild abgegeben, so die Lübecker CDU. Die Promenade sei augenscheinlich als Partymeile genutzt worden, heißt es in einer Pressemitteilung. „Zerstörte Skulpturen, unzählige zerbrochene Glasflaschen, Unrat und Müll sorgten am Sonntagmorgen für Entsetzen bei Einwohnerinnen und Einwohnern und viel Arbeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kurbetriebs.“ Wildcamper auf der Promenade und am Strand hätten außerdem die Aufräumarbeiten gestört. 

Anwohner fühlen sich unsicher

Viele Anwohner seien an die Partei herangetreten, weil sie sich unsicher fühlen. Denn die feiernden Gäste im Bereich des Kurstrandes seien oft alkoholisiert und aggressiv gewesen. Mehrfach sei es bereits zu Pöbeleien und Provokationen gekommen. Deshalb fordert die CDU nun ein neues Sicherheitskonzept für Travemünde. „Wir fordern den Bürgermeister und die Polizei auf, zusammen mit den Ordnungsbehörden und dem Kurbetrieb ein Konzept gegen Vandalismus und Lärmbelästigung in Travemünde zu erstellen“, so Jochen Mauritz, CDU-Sprecher für Sicherheit und Ordnung. 

Gruppen grillen im Brügmanngarten

Die CDU kritisiert ebenfalls Vorgänge im Brügmanngarten. Dort würden sich „Gruppen oder Familien zum Grillen treffen und sich dort breitmachen“, so CDU-Bürgerschaftsmitglied Ulrich Krause. Das müsse unterbunden werden, findet Krause. Die CDU wolle niemandem das Feiern verbieten. Allerdings müssten Zusammenkünfte unter Rücksichtnahme auf die Anwohner stattfinden, so Jochen Mauritz. Deswegen sollten der Bürgermeister, die Polizei und der Kurbetrieb nun ein Konzept gegen Vandalismus und Lärmbelästigung in Travemünde entwickeln. 

Anzeigen wegen Sachbeschädigung

Die Polizei Lübeck bestätigt, dass es in Travemünde am Wochenende Ärger gegeben hat. „Es gab Anrufer wegen Lärmbelästigung“, so die Pressestelle der Polizei. Außerdem seien Anzeigen wegen Sachbeschädigung gefertigt worden. Strandkörbe, zwei öffentliche Toiletten und Gastronomie-Stühle seien zu Bruche gegangen, so die Polizei. Involviert gewesen seien vor allem junge Menschen. Nun will die Polizei ihr Personal in Travemünde verstärken und an der Ostsee mehr Sichtbarkeit zeigen.

Immer wieder Streit in Travemünde

Um Lärm und Müll gibt es in Travemünde immer wieder Streit. 2018 hatten sich Anwohner über Grillpartys auf der Liegewiese am Grünstrand beschwert. Im vergangenen Jahr gab es Stress wegen der Strandgäste. An einigen Wochenende vermüllte der Strand regelrecht und musste aufwendig gesäubert werden. Die Hansestadt Lübeck hatte daraufhin strenge Kontrollen eingeführt. Oliver Pries

Foto: Felix König / Agentur 54 Grad

Eine Antwort auf „Feiern in Travemünde: Sachbeschädigung und genervte Anwohner“

  1. Daniel Wolle sagt:

    In diesem Zusammenhang sei zu erwähnen, um wem es sich bei diesen „Großfamilien“ und „Gruppen“ handelt. Welche dort riesige Grillstände aufbauen.

    Auch welche „Gruppen“ dort teilweise in Teppichen eingewickelt übernachten. „Herrliches“ Bild. Was ganz neues in Travemünde und D.

    Es wird Zeit, dass man „die großen Kinder“ beim Namen nennt und inwiefern auch die große Koalition in Berlin (CDU/SPD) dabei eine Rolle mit ihrer Politik der offenen Gesellschaft spielt.

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