Erfolgsprojekt des NABU Eutin: Wiederansiedlung des Laubfroschs ist geglückt

Buchstäblich „auf dem Sprung“ sind gerade 500 junge Laubfrösche. Sie warten in der Amphibien-Aufzuchtstation des Naturschutzbundes (NABU) Eutin auf ihre Freilassung in der Gemeinde Wangels im Norden Ostholsteins. Dort sollen sie auf Flächen der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein einen neuen Lebensraum finden. Die ersten Tiere wurden bereits 2018 dorthin gebracht.

Amphibieneier unter künstlichen Bedingungen aufgezogen

Der NABU hatte damals eine breit angelegte Kampagne zum Schutz der gefährdeten Amphibienarten ins Leben gerufen. Dabei wurden an verschiedenen Orten im Kreisgebiet neue Amphibien-Lebensräume gestaltet, beispielsweise durch die Anlage von Laichgewässern und Sommerlebensräumen. Außerdem wurden Amphibieneier aus vitalen Spender-Populationen entnommen, unter künstlichen Bedingungen aufgezogen und die Jungtiere nach der Metamorphose dann in die neu gestalteten Lebensräume gebracht.

Rund 16.000 Laubfrösche neu angesiedelt

„Im Rahmen dieses Gemeinschaftsprojektes mit der Stiftung Naturschutz und dem Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume haben wir knapp 30.000 künstlich aufgezogene Tiere der gefährdeten Arten – davon 16.000 Laubfrösche – in ihren neuen Lebensräumen angesiedelt“, erklärt Eutins NABU-Vorsitzender Oscar Klose. Das Ergebnis des 13 Jahre währenden Wiederansiedlungsprojektes könne sich sehen lassen. Während zu Projektbeginn weitere Bereiche des Kreises, vor allem im mittleren Kreisgebiet überhaupt keine Laubfroschvorkommen mehr aufwiesen, sei der charmante grüne Hüpfer, nun wieder in vielen Regionen Ostholsteins zu finden. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, den Laubfrosch vielerorts wieder heimisch zu machen und sind gleichzeitig ein wenig stolz auf das Erreichte“, resümiert Klose.

Pressemitteilung NABU Eutin

Gerade einmal daumennagelgroß sind die kleinen Laubfrösche bei ihrer Aussetzung. (Foto: NABU/Klose)

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