Schleswig-Holstein: Verbrennen von Gartenabfällen nicht mehr erlaubt

Pflanzenabfälle verbrennen Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Denn bereits 2021 trat eine neue Landesverordnung in Kraft. Bislang durfte man Pflanzenreste fast ohne Einschränkungen verbrennen.

Gartenabfälle komplett verwerten

Die neue Pflanzenabfallverordnung des Landes Schleswig-Holstein lässt das Verbrennen von pflanzlichen Abfällen innerhalb zusammenhängend bebauter Ortsteile nicht mehr zu. Es muss eine vollständige Verwertung von Gartenabfällen erfolgen. Eine Verwertung im eigenen Garten ist durch Kompostierung oder durch Schreddern zu Mulchmaterial möglich. Auch die Entsorgung über die Biotonne oder auf den Recyclinghöfen ist möglich. 

Verordnung in Schleswig-Holstein seit 2021 in Kraft

Grund für die neue Regelung sind zum Beispiel Rauch und Gerüche, die beim Verbrennen entstehen. Außerdem wird dabei Kohlendioxid freigesetzt. Zudem verschenkt man die in den Pflanzen enthaltenen Nährstoffe. In Kraft getreten ist die neue Verordnung am 11. Juni 2021.  

Es gibt nur wenige Ausnahmen

Lediglich in nicht zusammenhängend bebauten Gebieten ist das Verbrennen noch erlaubt. Aber auch nur dann, wenn es keine Alternativen gibt. Außerdem müssen diese Verfeuerungen der Gartenabfällen vorher bei der Abfallbehörde angezeigt werden. Übrigens: Wer seine Gartenabfälle einfach in die Natur kippt, muss mit Bußgeldern rechnen. 

Brauchtumsfeuer bleiben erlaubt

Brauchtumsfeuer wie Biikebrennen, Osterfeuer oder das private Lagerfeuer unter Beachtung des Natur- und Artenschutzes bleiben erlaubt. Weitere Ausnahmen gelten im gewerblichen Bereich der Baumschulen, des Gartenbaus und der Landschaftspflege. In diesen Fällen ist keine Anzeigepflicht gegeben. Oliver Pries

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13 Antworten auf &‌#8222;Schleswig-Holstein: Verbrennen von Gartenabfällen nicht mehr erlaubt&‌#8220;

  1. rappa sagt:

    Wie ich sehen sind noch viele Unklarheiten bezüglich das verbrennen von Gartenabfällen sowie Holzresten vorhanden. das benutzen von Feuerschalen in Pachtgärten eben so. Das verbrennen von nass Holz Blätter und so weiter ist ein Problem. Was jeden Kleingärtner und Grundstück Besitzer zu schaffen macht und für reichlich ärger sorgt. Wo ist eigentlich der Unterschied zwischen Kaminholz in der Feuerschale (zum Grillen zu benutzen) oder getrockneten Ast ,Baum Resten. ist das alles Augenwischerei ? um uns das Leben und die Lust am Kleingärtnern zu nehmen.

  2. Valeri sagt:

    Für Pachtgarten ist einfach genial. Jahrenlang hat alles wunderbar funktioniert, aber wir haben jetzt klüge Köpfe in Regierung. Ich bin noch aktiv im Leben, habe aber kein Anhängerkupplüng und es ist jetzt ein Problem. Für die alten Damen und Herren, die gerade Kraft haben sich selbst bisschen bewegen- ja….. bleibt alles einfach liegen. Weg die Schnitte fahren haben die keine Möglichkeit

  3. Karin sagt:

    Ich freue mich, dass das Verbrennen von Gartenabfällenendlich verboten wurde. S-H war dabei das letzte alle Bundesländer. In anderen Bundesländern werden dafür Bußgelder bis 5000€ aufgebrummt.
    Mir reicht der Ostersamstag, an dem Grob- und Feinstaub Balkonmöbel und Autos verschmutzen. Von der Gefahr für unsere Atemwege ganz zu schweigen. In ein Lagerfeuer darf deshalb auch nur unbehandeltes trockenes Holz (z.B. Kaminholz) – kein frisches Laub und keine frisch abgefallenen Äste! Dafür ist die Biotonne da.
    Für Lagerfeuer gilt übrigens das gleiche wie für Feuerschalen. Sie dürfen wie diese nicht größer als 1 m im Durchmesser sein, gut gesichert und nicht zu nah am Haus. Waldbrandstufen und Windstärke sind zu beachten.

  4. Iris Hass sagt:

    Bei mir ( Herzogtum Lauenburg ) stehen auf der anderen Seite vom Grundstück viele Eichenbäume die jetzt ihr Laub verlieren. Kompostieren geht nicht, Biotonnen 2 Stück sind gleich voll. Darf ich das Laub in einer Feuertonne verbrennen?

  5. Matjed sagt:

    Nur Mal so ganz nebenbei einen Grüß an grünvanatische Halbwissende.
    Wenn Holz verbrennt wird nutzbare Energie frei.
    Ja, CO2 ( Kohlendioxyd) wird auch frei .
    Aber die gleich Menge an CO2 wir frei, wenn das Holz liegen bleibt und verfault und dann leider sogar ohne Energienutzung. Wenn die Grünen diese CO2 -Freisetzung verhindern wollen müsste man das Holz unter Luftabschluss dauerhaft auf ewig in Bergwerkstollen einlagern.

  6. Martina Reiche sagt:

    Moin, moin, wenn ich jetzt eine gefällt Tanne habe, darf ich diese komplett mit Ästen im privaten Bereich im Lagerfeuer verbrennen? Bezieht sich das Lagerfeuerverbot im privaten Bereich nur auf Gartenabfälle

  7. Ulli sagt:

    Also das bei der Verbrennung von Pflanzenmaterial die Nährstoffen zerstört werden ist totaler Quatsch. Warum hätten denn die Menschen sonst überall auf der Welt durch das verbrennen von Pflanzen den Schädlingsdruck und den Krankheitsbefall eingedämmt?
    Und die Asche dann als Dünger verwenden, weil dort auf wenig Masse viele Spurenelemente wie z.B. Kalium enthalten sind.

    Aber das sind heute wohl keine Vorteile mehr und eine Jahrtausende angewandte Kukturtechnik wird verboten.

  8. Kai g sagt:

    Also ist ein Feuer im gemütlichen Beisammensein erlaubt Äste bzw Schnitt im kleinen Rahmen zu verbrennen.

  9. Erkan sagt:

    Gibt es neben der eigenen Verwertung im Garten weitere Alternativen?
    1m³ Grünabfälle kosten auf einem Recyclinghof in Kiel 12,-EUR, was ich persönlich sehr hoch finde.

    Sollte es hier nicht die Möglichkeit geben, den Grünabfall kostenlos entsorgen zu können?

  10. Heiko sagt:

    Mach doch ein Lagerfeuer draus

  11. Kommentartor sagt:

    @FM Nur wenn die Veranstaltung eines privaten Lagerfeuers im Vordergrund steht. Dient das selbe Feuer mit dem selben Holz der Entsorgung des Holzes, dann ist es verboten…

  12. Oliver Pries sagt:

    Hallo Herr Meyer,

    nein, das ist nicht mehr gestattet.

    Gruß!

    die Redaktion

  13. Fred Meyer sagt:

    Moin darf ich noch Bauabschnitt und Äste ferbrennen

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