„BürgerBus Malente“ kommt wieder ins Rollen – neue Fahrer dringend gesucht

Der „BürgerBus Malente“ nimmt am Montag, 19. Juli, wieder Fahrt auf. Wie der Vereinssprecher Michael Winkel mitteilt, sind bis dahin alle Fahrer ein zweites Mal geimpft. „Das Infektionsrisiko ist somit für die Fahrgäste wie auch für uns selbst auf ein Minimum reduziert“, so Winkel. Die Zeit bis dahin nutzen die Ehrenamtler, um die Fahrerlaubnisse zur Fahrgastbeförderung zu verlängern, denn diese laufen nun nach fünf Jahren „BürgerBus“-Betrieb aus.

Ideal wären 22 feste ehrenamtliche Fahrer

Ob der Fahrbetrieb dann genauso stattfinden kann, wie dieser zuletzt angeboten wurde, hängt davon ab, wie viele Fahrer die gesundheitlichen Voraussetzungen für die erfolgreiche betriebsärztliche Untersuchung bestehen, die für den sogenannten P-Schein erforderlich sind. Bisher galt morgens von 9 bis 12 Uhr (Südschleife, Nordschleife, Südschleife) und abends von 17 bis 20 Uhr (Südschleife, Nordschleife, Nordschleife). Die ideale Anzahl von 22 festen Fahrern konnte bislang nicht erreicht werden. Diese Anzahl wäre notwendig, damit die ehrenamtlichen Fahrer nur einmal in einem Zweiwochen-Rhythmus für eine Tour morgens oder abends gefordert wären. Mehr möchte der Verein seinen Ehrenamtlern nicht aufbürden, denn ein finanzieller Ausgleich lässt sich bei einem für die Fahrgäste kostenlosen Angebot nicht realisieren.

Ohne „angeborene Hilfsbereitschaft“ geht nichts

Bürgermeisterin Tanja Rönck zeigt sich hocherfreut über den geplanten Start, welcher in einem gemeinsamen Gespräch am 17. Juni besprochen wurde. „Ich werde häufig gefragt, wann der ,Lütte Lenter‘ wieder fährt, vermehrt jetzt im Zeichen der Lockerungen.“ Gleichzeitig mache die Anzahl der freiwilligen Fahrer ein wenig Sorgen, denn auch wenn der Verein dringend „eine Handvoll“ neue Fahrer sucht, könne hier nicht gleich jeder mitmachen. „Nur Autofahren können“ ist zu wenig. „Ohne eine angeborene Hilfsbereitschaft geht hier nichts!“, betont Rönck.

Besonderes Fingerspitzengefühl ist gefragt

Als Beispiele nennt sie die Bereitschaft, auch mal beim Ein- und Aussteigen oder bei den Einkaufstüten zu helfen. Auch müsse ein gewisses Fingerspitzengefühl dafür vorhanden sein, ob man in dem einen oder anderen Fall auch mal 100 Meter vor oder hinter der Haltestelle Fahrgäste aufnimmt oder absetzt – also wann eine Haustürbedienung angebracht wäre, ohne den Fahrplan zu gefährden. Michael Winkel ergänzt: „Unsere Fahrgäste müssen sich darauf verlassen können, dass der ,BürgerBus Malente‘ in erster Linie für die Fahrgäste unterwegs ist und nicht initiiert wurde, um nur eine weitere Buslinie auf den Weg zu bringen.“

Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr, nicht Konkurrenz

Das genau ist auch der Grund dafür, dass sich der „BürgerBus“ als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr und nicht als Konkurrenz zu Bus- oder Taxiunternehmen versteht. Für den Trägerverein ist ganz klar: „Wir fahren deshalb gerade in den Zeiten, in denen der öffentliche Nahverkehr nicht mehr wirtschaftlich unterwegs sein kann.“ Infos zum Fahrplan gibt es online auf www.buergerbus-malente.de.

Pressemitteilung Gemeinde Malente

Bereiten den „BürgerBus“-Neustart vor: Vereinsvorsitzender Michael Winkel (links) und Fahrdienstleiter Wilhelm Cubasch, der den Einsatzplan koordiniert. (Foto: Graap)

Willkommen im Team
Wer Lust hat, sich beim „BürgerBus“ einzubringen, wer (nur) 2×4 Stunden pro Monat seiner Zeit dafür bereitstellen kann und möchte, wer sich zutraut einen neunsitzigen Kleintransporter zu fahren und die notwendige Empathie mitbringt, damit der „BürgerBus Malente“ weiterhin der „Lütte Lenter“ für die Einwohner bleibt, der ist im „BürgerBus“-Team herzlich willkommen. Nähere Infos gibt es beim „BürgerBus Malente e.V.“ unter Telefon 04523 988547 oder per E-Mail an info@buergerbus-malente.de.
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