Museen kooperieren: Eutin und Oldenburg wollen wieder gemeinsame Wege gehen

Noch bis zum 11. Juli ist im Schloss Eutin die Sonderausstellung „Die unvergesslichen Vier“ zu sehen. Sie erzählt von den engen Verbindungen der Höfe in Eutin und Oldenburg zum russischen Zarenhaus im 18. und 19. Jahrhundert. Die Ausstellung ist gleichzeitig Auftakt einer längerfristigen Kooperation zwischen dem Landesmuseum Oldenburg in Niedersachsen und der Stiftung Schloss Eutin.

Kommt strategischer Neuausrichtung entgegen

Es ist ein Schritt zurück zu den Wurzeln, denn beide Regionen waren einst Teilgebiete des Herzogtums Oldenburg. „Dieses enge Band wollen wir in der Jetztzeit wieder mit Leben erfüllen“, erläutert Brigitta Herrmann, geschäftsführender Vorstand der Schloss-Stiftung. Diese Zusammenarbeit komme auch der strategischen Neuausrichtung des Schlosses entgegen. Denn in Zukunft will sich das Schlossmuseum mit seinen Ausstellungen darauf konzentrieren, die Geschichten aus dem eigenen Hause zu erzählen. Diese seien spannend genug, man müsse nichts von außen einkaufen, so Herrmann.

Anknüpfungspunkte bei Kunstsammlungen und Gärten

Auch Dr. Anna Heinze, Kuratorin und stellvertretende Direktorin des Landesmuseums Oldenburg, spricht von einer „super fruchtbaren Kooperation“. Die kunsthistorischen Sammlungen beider Museen seien eng miteinander verflochten, die Hofmaler seien hier wie dort tätig gewesen. Anknüpfungspunkte gebe es außerdem bei den Gärten, die Peter Friedrich Ludwig, Fürstbischof von Lübeck, Herzog von Oldenburg und „Vater von Eutin“, jeweils vor Ort hat anlegen lassen.

Sonderausstellung läuft nur noch bis zum 11. Juli

„In Zukunft möchten wir immer mal wieder gemeinsam eine Sonderausstellung kuratieren und auch gemeinsame Forschungsprojekte initiieren“, kündigt Dr. Sophie Borges, die neue Kuratorin der Stiftung Schloss Eutin, an. Die Ausstellung „Die unvergesslichen Vier“ im Schloss Eutin ist Dienstag bis Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen finden Sonnabend um 14 Uhr und Donnerstag um 16.30 Uhr statt.

Volker Graap

Dr. Sophie Borges (links) und Brigitta Herrmann (rechts) von der Schloss-Stiftung hatten die „Macher“ der Sonderausstellung zu Gast: Kuratorin Dr. Anna Heinze, Dr. Wolfgang Henninger vom Niedersächsischen Landesarchiv (Mitte) und Professor Dr. Huberts Gaßner, ehemaliger Direktor der Hamburger Kunsthalle. (Foto: Graap)

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.