Kinderschutzbund Eutin investiert Millionen Euro in neue Kita

Der Kinderschutzbund Eutin packt ein Großprojekt an. Auf der Fläche der ehemaligen Kulturgärten der Landesgartenschau an der Oldenburger Landstraße entsteht voraussichtlich ab Oktober eine neue, ganz auf Natur und Kultur ausgerichtete Kindertagesstätte. „Cornils Kinderinsel am Schlossgarten“ soll spätestens zum Kita-Jahr 2022/23 öffnen und 60 Plätze bieten. Der Name kommt nicht von ungefähr. Denn das rund zwei Millionen Euro teure Vorhaben wird von der Stiftung des Eutiner Ehepaares Dörte und Kay Cornils mit einem sechsstelligen Betrag gefördert.

Der Bauantrag wurde jetzt eingereicht

Am Dienstag wurde in kleiner Runde schon einmal der erste Meilenstein gefeiert. „Zu sehen ist auf der Fläche noch nichts außer parkende Autos und Wohnmobile. Aber hinter den Kulissen ist bereits viel passiert, sodass wir gestern den Bauantrag einreichen konnten“, erläuterte Heidi Feilke, die Ortsvereinsvorsitzende des Kinderschutzbundes in Eutin. In den vergangenen Monaten habe es wöchentliche Baubesprechungen, Gespräche mit Behörden, Notaren und Banken gegeben. Und Architektin Judith Häring habe einen Entwurf für eine Kita, die sich wundervoll ins historische Ensemble am Alten Bauhof einfügt, abgeliefert. Das Gebäude soll nachhaltig und klimafreundlich und nicht nach Schema F gebaut werden.

Themen Natur und Kultur stehen im Fokus

Auch das Konzept der Einrichtung ist einmalig: Die Umgebung mit Küchen- und Schlossgartenanlagen sowie die Ufer des Großen Eutiner Sees sollen genutzt werden, um mit den Kindern die Natur zu erkunden. Auch musische und theaterpädagogische Angebote sind geplant. „Wir streben Kooperationen mit dem Projekt Erlebnis Küchengarten und den Stiftungen der Sparkasse Holstein an. Genauso wie mit dem NABU und den Eutiner Festspielen“, sagt Andrea Kamps von der Geschäftsführung des Kinderschutzbundes. Neben einem naturnahen Außengelände soll die Kita auch eine Vogelwarte und eine Kinderküche erhalten. Vorgesehen ist die Unterbringung von zwei Krippengruppen und von zwei Elementargruppen. Es besteht die Möglichkeit, im Bedarfsfall zu erweitern.

Förderung durch die Kay-und-Dörte-Cornils-Stiftung

„Erst ermöglicht wurde uns das Projekt durch die Förderung der Cornils-Stiftung“, bedankte sich Heidi Feilke für das große Engagement zugunsten Eutiner Kinder. „Als gemeinnützige Stiftung suchen wir immer gute Projekte, die wir unterstützen können“, so Stifter Kay Cornils. Die Initialzündung kam in diesem Fall durch den Bürgermeister. „Carsten Behnk hatte mich mal zur Seite genommen und mir das Vorhaben vorgestellt“, berichtet Cornils. „Ich verspreche, dass wir den Träger nicht alleine lassen, wenn es teurer wird!“, betonte Cornils mit Blick auf mögliche Kostensteigerungen angesichts der Entwicklung der Baupreise.

Volker Graap

Architektin Judith Häring sowie Dörte und Kay Cornils, die Kinderschutzbund-Vorsitzende Heidi Feilke und Bürgervorsteher Dieter Holst (von links) stoßen auf den ersten Kita-Meilenstein an. (Foto: Graap)

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