Nachhilfeprojekt für Kücknitz

Auf dem Weg zum Schulabschluss Schüler unterstützen, die durch Corona Defizite haben – das ist Ziel des Nachhilfeprojektes „Überholspur“.

Trave Gemeinschaftsschule, Vorwerker Diakonie und Gemeinnützige Sparkassenstiftung suchen Lernbegleiter

Auf dem Weg zum Schulabschluss diejenigen Schüler unterstützen, die durch Corona Defizite haben – das ist das Ziel des Nachhilfeprojektes „Überholspur“ an der Kücknitzer Trave Gemeinschaftsschule. Finanziert wird das Projekt durch die Gemeinnützige Sparkassenstiftung, die Vorwerker Diakonie übernimmt die personelle Organisation.

„Das ist eine Gelegenheit, etwas ganz Neues vorzustellen“, freute sich jetzt Schulleiter Albrecht Dudy bei der Vorstellung des Projektes. „Neu ist, dass die Stiftung und die Vorwerker Diakonie auf die Schule zugegangen ist. Wir wollen hochwertiger an die Sache herangehen, indem wir mit kleinen Gruppen arbeiten.“ Kleine Gruppen meint, dass maximal drei Schüler von einem Lernbegleiter betreut wird. Es sei eine Herausforderung in der Kürze der Zeit Menschen zu finden, sowohl Lernbegleiter als auch Schüler, weiß auch Dudy. Das Projekt soll im neuen Schuljahr starten.

Coronabedingte Schulschließungen bedingen Lernrückstände

Erschreckend fand Wolfgang Pötschke, Vorstandsvorsitzender der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung, dass nach Aussage von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek 20 bis 25 Prozent der Schüler große Lernrückstände durch die coronabedingten Schulschließungen aufweisen. „Unser Ansatz, den wir auch mit anderen Projekten wie das Kompass Projekt oder der Sommer Akademie verfolgen, ist die Unterstützung der Schüler der achten bis zehnten Klassen“, so Pötschke über die Intention. „Wir wollen die Schüler abholen.“

Mit dem Projekt Überholspur sollen nun die Schüler der neunten und zehnten Klassen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik auf dem Weg zum Schulabschluss begleitet werden, damit sie erfolgreich in eine Ausbildung starten können. „Unser Gemeinschaftsprojekt ist eine Investition in die Zukunft“, betonte Pötschke. „Gezielte und persönliche Unterstützung kann den Unterschied bei der Erreichung des Schulabschlusses ausmachen.“

Die Vorwerker Diakonie, die als für Kücknitz zuständige Schulsozialraumträgerin verschiedene Hilfen vor Ort koordiniert und anbietet, ist dritte Partnerin im Bunde. „Das Projekt ist eine sehr gute Initiative, mit der die Bildungschancen der Schülerinnen und Schüler jetzt verbessert werden können“, so Lutz Regenberg, zuständiger Geschäftsbereichsleiter für Kinder- und Jugendhilfe.

Nicht nur Abschlussklassen sollen gefördert werden

Als Koordinatorin für die achten bis zehnten Klassen und im Bereich Berufsorientierung ist Corinna Mehring bei der Auswahl der Schüler beteiligt. Sie weiß, dass in den siebten und achten Klassen dieses Schuljahres viele Schüler Probleme beim Distanz- und Wechselunterricht hatten. „Man hat viel daran gesetzt, die Abschlussklassen zu fördern, aber die Wirren der Pubertät betreffen vor allem die darunter liegenden Jahrgänge. Und da bricht dann plötzlich die Bezugsperson Lehrer weg“, schilderte sie die Problematik.

Schulleiter Dudy erklärte, dass vor allem diejenigen Schüler gefördert werden müssen, die zuhause wenig Unterstützung erfahren können. „Einige Schüler haben bereits Interesse und auch ein erster Lernbegleiter hat seine Bewerbung abgeschickt“, so Dudy abschließend. Anja Hötzsch

Suchen für das Nachhilfeprojekt Überholspur Lernbegleiter für die Trave Gemeinschaftsschule: Wolfgang Pötschke, Sparkassenstiftung, Schulleiter Albrecht Dudy, Koordinatorin Corinna Mehrens und Lutz Regenberg, Vorwerker Diakonie (v.l.). Foto: Anja Hötzsch

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