Travemünde: Mädchen in der Ostsee ertrunken

Am späten Sonnabendnachmittag hat sich in Travemünde ein tragischer Badeunfall ereignet, bei dem ein knapp zehnjähriges Mädchen ums Leben gekommen ist. Offenbar ist das Mädchen vom Strand in der Nähe der Nordermole aus mit einer Gruppe von Kindern ins Wasser gegangen und dann nicht mit der Gruppe wieder herausgekommen.

Wiederbelebung blieb erfolglos

Gegen 17 Uhr ging ein Notruf bei der Feuerwehr ein. Daraufhin wurden DLRG, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Feuerwehrtaucher, Rettungsdienste und der Rettungshubschrauber „Christoph 12“ zur Unglücksstelle geschickt – insgesamt waren 35 Rettungskräfte im Einsatz, berichten die Lübecker Nachrichten. Eine Stunde später entdeckten Feuerwehrleute das Mädchen von einem Boot aus im Wasser. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Kripo hat Ermittlungen aufgenommen

Wie konnte es zu dem Unglück kommen? Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um diese Frage zu klären. Der Leichnam wurde inzwischen der Rechtsmedizin Lübeck zugeführt. Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat die Obduktion beantragt. Die Staatsanwaltschaft und das Kommissariat 11 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck wollen klären, inwieweit ein Fremdverschulden am Tod des Kindes in Betracht kommt.

Im Bereich von Molen sollte nicht gebadet werden

Die Wassertemperatur betrug zum Zeitpunkt des Unfalls etwa 15 Grad, und in Lübeck-Travemünde sollen fünf bis sechs Windstärken geherrscht haben. Die Polizei weist darauf hin, dass im Bereich von Molen nicht gebadet werden sollte. Das gilt als gefährlich, da feste Bauten die Strömungsverhältnisse des Wasser beeinflussen. Auch von Booten, Buhnen und Brücken sollte man sich fernhalten. Die DLRG Lübeck gibt auf ihrer Homepage weitere wichtige Sicherheitstipps rund ums Baden.

 

Am 12. Juni waren zahlreiche Rettungskräfte nach Travemünde geeilt, um bei der Suche nach dem Mädchen zu helfen. (Foto: Holger Kröger)

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Eine Antwort auf „Travemünde: Mädchen in der Ostsee ertrunken“

  1. Carsten Bornhöft sagt:

    Eine untätige Kurverwaltung und die Unfähigkeit der Tourismus Direktion der Hansestadt Lübeck führt immer wieder zum Tod von Menschen an dieser Stelle. Das wusste bereits mein Großvater schon und hat immer gemahnt. Surfen in Travemünde und Jet Ski Spass wird sofort mit Polizei Einsatz verboten, aber ansonsten opfert man Menschen für diesen „schönen Strand“. Seit Jahrzehnten wissen die Menschen, die dort leben, dass das Baden an dieser Stelle hochgefährlich ist, aber nichts wird unternommen. Verbietet das Schwimmen an dieser Stelle endlich, scheißegal ob der Stand dann kleiner wird und nicht mehr vermarktet werden kann.

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