Erster Spatenstich für das neue Feuerwehrgerätehaus in Ovendorf

Nach dem neuen Fahrzeug, das Mitte Mai an die Freiwillige Feuerwehr Ovendorf übergeben werden konnte, folgt nun der lang ersehnte Baubeginn für das neue Gerätehaus. „Wir freuen uns, dass es jetzt endlich losgehen kann“, erklärte Bürgermeister Thomas Keller beim ersten Spatenstich. Damit erhält nach Luschendorf, Techau und Ratekau die vierte Wehr der Gemeinde Ratekau ein neues Feuerwehrgerätehaus innerhalb von zehn Jahren.

Ausgerichtet an den gestiegenen Anforderungen

„Hintergrund sind die gestiegenen Anforderungen an die baulichen Rahmenbedingungen für die Fahrzeuge, die Technik und für die Sicherheit der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. Dieses war ja noch eines der älteren Häuser“, so Keller. „Die Planungen für weitere Neubauten in Sereetz und Offendorf sind bereits angelaufen.“ Die Feuerwehr Ovendorf habe sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Sie hat zurzeit 28 aktive Feuerwehrleute und verfügt außerdem über eine Jugend- und eine Kinderfeuerwehr mit insgesamt rund 20 Kindern und Jugendlichen.

Hohes Engagement für die Dorfgemeinschaft

Die Ovendorfer Wehr zählt einschließlich des Nachwuchses sowie der Verwaltungs- und der Ehrenabteilung insgesamt 64 Mitglieder bei einer Einwohnerzahl von 255. Keller lobte ausdrücklich die sehr gute Arbeit der Wehrführung, die sich auch in den Ergebnissen der abgelegten Prüfungen zeige. „Darüber hinaus engagiert sich die Feuerwehr in besonderem Maße für die Dorfgemeinschaft mit zahlreichen Aktivitäten“, sagte Keller. Das zeige die Verbundenheit mit dem Ort.

Planungen wurden bereits 2019 begonnen

Die Planungen für den Neubau wurden bereits 2019 begonnen. Die besondere Lage im Ortskern machten die Planungen etwas komplizierter. „Auf der grünen Wiese wäre das deutlich einfacher gewesen, aber die Kameradinnen und Kameraden wollten gern mitten im Ort bleiben. Und dann grätscht uns auch noch die Konjunktur rein“, begründete der Verwaltungschef die etwas umfangreicheren Planungen.

Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant

Bereits im Mai ist der Abriss des alten Gebäudes aus den 1970er-Jahren erfolgt, das neue Fahrzeug wurde bei einem Landwirt untergebracht. Die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant. Das Gebäude wird mit rund 400 Quadratmetern Grundfläche deutlich größer als das alte Gerätehaus. Der Teich kann aber erhalten bleiben. Es gibt in der Fahrzeughalle zwei komplette Stellplätze für das neue MLF, für das Mannschaftstransportfahrzeug und den Anhänger. Pkw-Stellplätze sind hinter dem Haus vorgesehen. Die Fahrzeughalle erhält ein Satteldach, der Sozialtrakt ein Flachdach mit extensiver Begrünung.

Die Kosten belaufen sich auf 1,4 Millionen Euro

Besonders hervorzuheben ist, dass gemeinsam mit der Wehrführung auch extra für die Kinder und Jugend Umkleideräume und ein Gruppenraum vorgesehen sind. Die geplanten Kosten belaufen sich zurzeit auf rund 1,4 Millionen Euro. Fördergelder vom Land gibt es für die Fahrzeughalle in Höhe von 108 000 Euro. „Wir würden uns da aber mehr Unterstützung von Kreis und Land wünschen“, mahnte Keller an. „Aber wenn nur ein Mensch gerettet werden kann, hat sich jeder Euro gelohnt.“

Anja Hötzsch

Den Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus setzten Bürgervorsteherin Gabi Spiller, Bürgermeister Thomas Keller und Wehrführer Fabian Fuhrmann (vorn v. l.) sowie die Architekten Wolfgang Bruch und Torben Suhr, Dorfvorsteher Christian Krogmann und Gemeindewehrführer Christian Ziemann (hinten). (Foto: HÖ)

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