Streuobstwiese in der Malente Au: Ein neues Heim für fleißige Bienen

Am 3. Juni war großer Bieneneinzug in die neue sogenannte „Klotzbeute“ auf der Streuobstwiese des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) in der Malenter Au. Diese künstlich hergestellte Bienenbehausung hat der Imker Uli Strzysewski von der BUND-Ortsgruppe Malente in der sehr originellen Form eines Fliegenpilzes aus einem ausgehöhlten Baumstamm gebaut.

Bienenbehausung in Fliegenpilzform

Die gut 80 Kilo schwere Klotzbeute wurde mit vereinten Kräften auf der Streuobstwiese verankert. Klotzbeuten gehören zu den ältesten künstlichen und transportablen Bienenwohnungen. Sie gehen zurück bis zum Frühmittelalter. Der neue Hausherr, ein fast drei Kilogramm schwerer Bienenschwarm, scheint sich im neuen Domizil wohlzufühlen. Eine eingebaute Sichtscheibe macht die Klotzbeute zu einem Bienen-Schaukasten. Man kann einen Blick auf die fleißigen Bewohner werfen. Dieser neue Hingucker und Blickfang auf der Streuobstwiese ist insbesondere für die jungen Besucher gedacht. Das Wissen über Bienen und ihre überaus wichtige Rolle in unserem Ökosystem soll so besser vermittelt werden. Denn ohne Wild- und Honigbienen gäbe es kein Obst, kein Gemüse und keine Blumen.

Bienen gelten als die drittwichtigsten Nutztiere

Bienen gelten als die drittwichtigsten Nutztiere. Durch Bienenbestäubung wird eine Vielfalt an Nahrungsmitteln gesichert. Sie sind verantwortlich für eine ökologisch ausgewogene Artenvielfalt und ertragreiche Ernten. Streuobstbäume und Wildblumenwiesen sind für Bienen und Insekten ein Schlaraffenland, denn es sind vor allem einheimische Wild- und Nutzpflanzen, die unseren Bienen als wichtigste Nahrungsquelle dienen. Zuchtblumen, die zwar schön blühen, haben meist für Bienen keine Bedeutung. Sie liefern nämlich wenig bis gar keinen Nektar oder Pollen. Weitverbreitete Monokulturen in der Land- und Forstwirtschaft und der Einsatz von chemischen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, die zunehmende Flächenversiegelung und sterile Garten- und Parkanlagen machen Bienen und Insekten das Überleben immer schwerer.

Ein weiterer Beitrag gegen das Insektensterben

Die BUND-Ortsgruppe Malente geht schon seit Jahren aktiv gegen das Bienen- und Insektensterben vor. Wie die BUND-Sprecher Birgit Janz-Sacco und Robert Schermer erläutern, gibt es auf der Streuobstwiese bereits mehrere Bienenkästen von Imkern, Insektenhotels, ein Sandarium, Benjeshecken und viele weitere natürliche Behausungen für Bienen, Wildbienen, Hummeln und Insekten.

Pressemitteilung BUND

Uli Strzysewski hat die neue Bienenbehausung in Fliegenpilzform gebaut. (Foto: hfr)

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