Die Johannes-Kirche in Kücknitz wird umgestaltet

Die Kirchengemeinde Kücknitz erhält knapp 418 000 Euro vom Bund für die Umgestaltung des Innenraumes der Johannes-Kirche am Kirchplatz.

Förderzusage des Bundes in Höhe von 418 000 Euro aus Denkmalschutz-Sonderprogramm

Was für schöne Nachrichten: Die Kirchengemeinde Kücknitz erhält knapp 418 000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm X des Bundes für die Umgestaltung des Innenraumes der Johannes-Kirche am Kirchplatz. Damit rückt die Umsetzung in greifbare Nähe.
„Das war für uns schon eine sehr große Erleichterung und eine große Freude“, so Pastor Albrecht Martins. „Das ist der größte Posten, jetzt haben wir gut eine Millionen Euro von den knapp 1,3 Millionen Euro Gesamtkosten beisammen.“ Die Kirchengemeinde hatte verschiedene Stiftungen angeschrieben. Zusagen gibt es von der Possehl-Stiftung über 200 000 Euro, von der Friedrich Bluhme und Else Jebsen-Stiftung über 50 000 Euro, von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung über 25 000 Euro und der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung über 10 000 Euro.

Umgestaltung ist schon länger geplant

Auch die Kirchengemeinde steuert einiges dazu als Eigenkapital bei. Mit verschiedenen Benefizveranstaltungen und über Spenden wurden bislang gut 370 000 Euro gesammelt.
Die Kirchengemeinde hat bereits im Jahr 2009 mit ersten Überlegungen zu eine Umgestaltung begonnen. „Viele fanden, das der alte Nadelfilzfußboden dem Raum nicht angemessen ist und unansehnlich aussieht“, erklärt der Pastor. Die letzte große Umgestaltung fand im Jahr 1971 statt, seither hat sich nicht viel verändert.

Im Jahr 2016 wurden vier Architekturbüros zu einem Wettbewerb eingeladen. Das Preisgericht entschied sich sehr schnell für einen der Entwürfe, und im November 2016 beschloss der Kirchengemeinderat, dem Entwurf des Architekturbüros Riemann aus Lübeck den Zuschlag zu erteilen. Bestandteil der Umgestaltung soll unter anderem das Öffnen des zugemauerten Fensters im Altarraum, ein neuer Fußbodenbelag, die Erweiterung der Empore und die Umgestaltung des Altarraums sein wie Wegnahme der Klinkerwand und neue Altarmöbel.

Bund gibt erleichternde Förderzusage

Architekt Hanno Nachtsheim stellte im Oktober 2017 die Kostenrechnung für seinen Entwurf vor. Seither wirbt die Kirchengemeinde Gelder aus verschiedenen Richtungen ein und hat auch diverse Benefizveranstaltungen durchgeführt. „Das war natürlich im vergangenen Jahr aufgrund von Corona nicht mehr möglich, auch unseren Kirchenkalender konnten wir nicht mehr so recht anbieten“, bedauert Martins.

Umso erleichternder daher die Förderzusage vom Bund. „Wir haben auch verschiedene Unterstützer angesprochen, unter anderem die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm, die sofort ihre Unterstützung zusagte“, so der Pastor. In einer Erklärung der Bundestagsabgeordneten heißt es dazu: „Ich freue mich sehr, dass der Haushaltsausschuss dieses tolle Projekt in Lübeck unterstützt. Mit der Höchstfördersumme von knapp 418 000 Euro kann die geplante denkmalgerechte Sanierung nun umgesetzt werden.“ Sie zeigte sich glücklich darüber, zum Ende ihrer Amtszeit noch einmal fast eine halbe Million Euro nach Lübeck zu holen. Anja Hötzsch

Pastor Albrecht Martins zeigt den jetzigen Zustand des Altarraums. Die Empore wird verlängert und die Mauer entfernt, der Klinker hinter dem Altar ebenfalls und durch das wieder geöffnete Fenster im Altarraum fällt mehr Licht in die Kirche. Foto: Anja Hötzsch

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