Lübeck: Falsche Polizeibeamte rauben Senioren aus

Lübeck Mann Messer ausgeraubt

Derzeit treten in Lübeck neuartige Fälle von Trickdiebstählen auf. Der Polizei sind bislang vier Fälle bekannt geworden, in denen unbekannte Täter ältere Menschen vor ihren Häusern angesprochen und sich als Polizeibeamte ausgegeben haben. In zwei Fällen haben die Täter Zutritt zu den Wohnungen bekommen und dort sogar Bargeld entwendet.

Männliche Personen geben sich als Polizisten aus

Erstmalig am 27. März haben zwei unbekannte, männliche Personen eine Seniorin nach dem Einkaufen vor ihrer Haustür im Lübecker Stadtteil St. Lorenz Süd angesprochen, sich als Polizeibeamte ausgegeben und vorgegeben, dass soeben in das Reihenhaus des Opfers eingebrochen worden sei. Beide Männer gelangten schließlich ins Haus und ließen sich durch geschickte Gesprächsführung die zuhause aufbewahrten Ersparnisse zeigen. Nachdem die vermeintlichen Polizeibeamten das Haus wieder verlassen hatten, stellte das Opfer den Diebstahl des Bargeldes in Höhe von mehreren tausend Euro fest.

Seniorin lässt falsche Polizeibeamte nicht ins Haus

Am vergangenen Dienstag, 18. Mai, sprachen zwei „falsche Polizeibeamte“ im Stadtteil Lübeck Moisling ein vermeintliches Opfer an und versuchten, sich von der Seniorin die Wohnungsschlüssel geben zu lassen. Sie sprachen von einer notwendigen Überprüfung der Räumlichkeiten nach einem angeblichen Einbruch. Doch die Seniorin ging auf diese Forderung nicht ein. Beide Personen verließen schließlich das Mehrfamilienhaus.

Vorfälle auch in St. Gertrud und Kücknitz

Auch in den Stadtteilen St. Gertrud und Kücknitz traten in den Nachmittagsstunden des gestrigen Mittwochs, 19. Mai, erneut zwei Männer auf, die sich als Polizeibeamte ausgegeben haben und unter dem gleichen Vorwand in die Wohnräume der Geschädigten gelangen wollten. Konnte das Vorhaben des Betretens der Wohnung in St. Gertrud allerdings durch das forsche Auftreten der Bewohnerin an der Haustür verhindert werden, gelangten die Täter einige Zeit später in die Wohnung des zweiten Opfers und erbeuteten dort einen geringeren Bargeldbetrag.

Täter sind ausgesprochen höflich

In allen Fällen konnten sich die Tatverdächtigen unerkannt vom Tatort entfernen. Beide Personen wurden als dunkelhaarig, mit dunklen Augen und gebräunter Haut im Alter von 25 bis 35 Jahren beschrieben. In mehreren Fällen trugen sie Gummi- bzw. Einweghandschuhe. Einer der Täter wurde als ausgesprochen hilfsbereit und höflich bezeichnet.

Polizei; Keine fremden Personen ins Haus lassen!

Das Kommissariat 13 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck hat die Ermittlungen aufgenommen und möchte insbesondere ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch ihre Angehörigen auf diese Vorgehensweise aufmerksam machen. Lassen Sie keine fremden Personen in ihre Wohnräume und wenden Sie sich umgehend an den Notruf der Polizei unter der Nummer 110 oder eine andere Polizeidienststelle, falls Sie von vermeintlichen Polizeibeamten vor ihrer Anschrift angesprochen werden. Pressemitteilung Polizei

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