Lübeck: Vorwerker Diakonie lässt Wohnungslose impfen

Vorwerker Diakonie Wohnungslose Impfungen

Grund zur Erleichterung bei der Vorwerker Diakonie: Am 21. Mai erhalten die wohnungslosen Menschen, die derzeit in den Notunterkünften der Einrichtung leben, Imüfungen gegen das Corona-Virus. „Die Betroffenen sind aufgrund ihrer Lebenssituation besonders gefährdet, sich mit Covid-19 anzustecken und einen schweren Krankheitsverlauf zu erfahren“, sagt Friedemann Ulrich, zuständiger Geschäftsbereichsleiter in der Vorwerker Diakonie. „Entsprechend sind wir sehr froh, dass sie nun besser gegen das Virus geschützt werden können. Das ist ein echter Lichtblick!“

Wohnungslose werden mit Johnson & Johnson geimpft

Zum Einsatz kommt der Impfstoff von Johnson & Johnson, bei dem nur eine einzige Dosis nötig ist, um vollständig geimpft zu sein. „Das erleichtert das Verfahren ungemein“, so Ulrich. Neben den Menschen in den Notunterkünften hat die Vorwerker Diakonie weitere bedürftige Personen für die Impfung im Blick. Impfungen sollen auch Menschen erhalten, die aktuell auf der Straße leben. „Zu diesen haben wir vor allem durch unsere Streetworker Kontakt.“ Außerden will sich die Diakonie mit Kooperationspartnern wie der Obdachlosenhilfe Lübeck abstimmen. So sollen möglichst viele Menschen zu einer Impfung kommen.

Harter Corona-Winter

Hinter den wohnungslosen Menschen liegt ein harter Corona-Winter. „Die lange Frostperiode war eine zusätzliche Herausforderung – auf der Straße zu übernachten war da einfach lebensgefährlich“, so der Geschäftsbereichsleiter. „Zum Glück konnten wir gemeinsam mit weiteren Helfern und Organisationen alle Betroffenen versorgen und unterbringen, so dass in Lübeck kein wohnungsloser Mensch aufgrund der Kälte verstorben ist.“

Container-Anlagen für Wohnungslose in Lübeck

Im Rahmen der Diakonie-Winternothilfe weitete die Vorwerker Diakonie ihre Angebote aus. Sie öffnete beispielsweise die Zentrale Beratungsstelle in der Lübecker Innenstadt auch am Wochenende und an den Feiertagen für Menschen in Not. Außerdem konnte sie dank der Hansestadt Lübeck eine Container-Anlage in der Schlutuper Straße nutzen. So erfolgt einer Entzerrung der beengten Situation in der Notunterkunft „Bodelschwinghhaus“. Eine wichtige zusätzliche Ergänzung insbesondere für die kalten Wintertage konnte mithilfe des Wohnungsunternehmens Vonovia umgesetzt werden: Dieses stellte der Vorwerker Diakonie kurzfristig eine Wohnung zur Verfügung, um dort wohnungslose Menschen unterzubringen.

Vielen Spenden von Privatpersonen

„Daneben haben wir viele Spenden von Privatmenschen erhalten – eine Familie hat zum Beispiel 50 Schlafsäcke bei uns abgegeben“, so Ulrich. „Es ist toll zu erleben, wenn von so vielen unterschiedlichen Seiten Hilfe und Unterstützung erfolgt. Insgesamt können wir daher erleichtert und dankbar auf diesen Winter zurückblicken.“

Foto: Bewohner Ralph Schievelbein (l.) und Mitarbeiter Christian Feibig aus dem Bodelschwinghhaus sind froh, dass bald die Corona-Impfung startet.

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