Lübeck: Randalierer hält Nachbarn und Polizei in Atem

17-jähriger schlägt Polizisten Lübeck

In der Nacht zu Mittwoch, 21. April, störte ein Mann in Lübeck St. Lorenz die Nachbarschaft im Hansering wiederholt durch Dauerklingeln und Lärm. Ein Schlüsseldienst musste die Wohnungstür des Querulanten öffnen, anschließend leistete der uneinsichtige Lübecker auch noch Widerstand bei der Festnahme. Dabei wurden ein Polizeibeamter und eine Polizeibeamtin leicht verletzt. Der weitere Weg führte den Störenfried in die Justizvollzugsanstalt Lübeck, weil gegen ihn zwei Haftbefehle zur Strafvollstreckung vorlagen.

Mann klingelte und pöbelte

Um 0.35 Uhr wurden die Beamten des 2. Polizeireviers in den Hansering in Lübeck aufgrund des ruhestörenden Lärms gerufen. Ein Bewohner des Mehrfamilienhauses hatte die Nachbarn durch Dauerklingeln, Herumpöbeln und Klopfen gegen die Zimmerdecke gestört. Beim Eintreffen der Funkwagenbesatzung öffnete er nicht die Tür und zeigte sich nicht kooperativ. Im Falle einer erneuten Ruhestörung wurde dem 34-jährigen Mann die Gewahrsamnahme angedroht.

34-Jährige wurde schließlich festgenommen

Kaum hatten die Polizisten das Gelände im Hansering verlassen, meldeten Anwohner, dass der Mann erneut herumpöbelte und gegen die Decken Klopfte. Die Polizei fand den Mann noch vor der Klingelleiste stehen, dann flüchtete er aber wieder in seine Wohnung. Trotz mehrfacher Aufforderung, Klingelns und Klopfens öffnete er erneut nicht die Tür. Daraufhin forderte die Funkwagenbesatzung einen Schlüsseldienst an. Nach Öffnung der Wohnungstür trafen die Beamten den 34-Jährigen in der Wohnung an. Da er sich weiterhin uneinsichtig zeigte, wurde er zur Verhinderung weiterer Ruhestörungen in Gewahrsam genommen. Bei und nach der Festnahme beleidigte der Mann die Polizisten, er leistete zudem Widerstand, schlug und trat um sich; ein Polizeibeamter erlitt Verletzungen. Dem Störer mussten Handfesseln angelegt werden. Danach führte ihn der Weg zunächst ins Polizeigewahrsam. Dort verletzte er eine Polizeibeamtin.

Gegen den Mann lagen Haftbefehle vor

Weitere Ermittlungen ergaben, dass gegen den Lübecker zwei Haftbefehle zur Strafvollstreckung mit einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe vorlagen. Deswegen wurde er noch in der Nacht der Justizvollzugsanstalt Lübeck zugeführt.

Strafverferfahren wegen Körperverletzung und Widerstand

Unabhängig davon leitete die Polizei gegen den Lübecker ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Widerstandes gegen und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung ein. Ergänzend dazu gibt es eine Ordnungswidrigkeitenanzeige aufgrund des ruhestörenden Lärms. Zusätzlich kommen auch die angefallenen Kosten des Schlüsseldienstes und der ärztlichen Untersuchung im Polizeigewahrsam auf den Mann zu. Pressemitteilung Polizei Lübeck

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