Rathaus Lübeck: Neue Anlaufstelle für Opfer von Diskriminierung

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In Lübeck gibt es jetzt eine zentrale Anlaufstelle für Opfer von Rassismus und Diskriminierung. Die „Anlaufstelle Diskriminierung“ ist in der Bürgermeisterkanzlei angesiedelt und von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr erreichbar.

Zahlen von Rassismus und Diskriminierung steigen

Rassismus, Sexismus, Homophobie: Die Zahlen in Deutschland steigen. Menschen werden aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Sexualität oder Religion diskriminiert, sind häufig sogar von Gewalt bedroht. Seit 2020 ist die Hansestadt Lübeck Mitglied in der Europäischen Städte-Koalition gegen Rassismus e.V. Darin verpflichten sich Städte wie Basel, Helsinki, Oslo, Athen, Hannover oder auch Paris, offen gegen alle Arten von Diskriminierung einzutreten. In der „Charta der Vielfalt“ verpflichtet sich die Hansestadt zudem, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist.

Anlaufstelle direkt in der Bürgermeisterkanzlei

Und nun gibt es in Lübeck auf eine Anlaufstelle für Opfer von Diskriminierung und Rassismus. Angesiedelt ist diese Stelle direkt in der Bürgermeisterkanzlei von Jan Lindenau. Von Montag bis Freitag können sich Betroffene unter der Telefonnummer 0451 / 115 an die Stelle wenden. Die Anliegen werden dort aufgenommen und gegebenenfalls weitergeleitet an Beratungs- und Informationsstellen. Auch per E-Mail ist der Kontakt möglich: anlaufstelle-diskriminierung@luebeck.de.

Auch Betroffene aus Familien und Firmen können sich melden

„Für Opfer von Rassismus und Diskriminierung ist das Gefühl der Machtlosigkeit oft eine der schlimmsten Erfahrungen. Zu wissen, es gibt in der Stadt jetzt ein niedrigschwelliges Angebot der Hilfe, ist für die Betroffenen daher unglaublich wichtig“, kommentiert Michelle Akyurt von den Lübecker Grünen. „Die Anti-Diskriminierungsstelle ist dabei nicht nur für Rassismus- und Diskriminierungserfahrung mit der Stadtverwaltung zuständig, sondern auch für Geschehnisse in der Wirtschaft oder im persönlichen Umfeld. Ich wünsche mir, dass Menschen, die in Lübeck rassistisch benachteiligt werden, von dem städtischen Angebot aktiv Gebrauch machen. Niemand soll sich machtlos fühlen. Für die Zukunft wünsche ich mir eine aktive Öffentlichkeitsarbeit der Anti-Diskriminierungsstelle, am besten in mehreren Sprachen.” Oliver Pries

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