Umfrage: Lübecker mehrheitlich gegen die Atomschutt-Lagerung

Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht informiert am Dienstag, 20. April zur Deponierung von AKW-Bauschutt in Niemark.

Die Lübecker wollen nicht, dass Bauschutt aus dem Abriss des Atomkraftwerks Brunsbüttel in der Hansestadt gelagert wird. Das hat eine repräsentative Umfrage ergeben, die die Hansestadt Lübeck in Auftrag gegeben hatte. 1012 Bürger haben mitgemacht.

1012 Bürger Lübecks wurden befragt

Wie Wochenspiegel-Online.de berichtete, hat die Lübecker Stadtverwaltung eine Umfrage zur Zwangszuweisung des Atomschutts in Auftrag gegeben. Sie ist am 22. März gestartet. Das Marktforschungsinstitut INSA-Consulere hat innerhalb einer Woche 1012 Bürger der Hansestadt per Telefon und online zu der Thematik befragt.

58 Prozent gegen Lagerung des Bauschutts in Lübeck

Im Mittelpunkt stand die Frage, ob die Teilnehmer für oder gegen eine Lagerung des Bauschutts auf der Deponie Niemark sind. „Das Ergebnis fällt eindeutig aus“, sagt die Stadt. 58 Prozent der Befragten ist nämlich gegen die Lagerung. Nur 28 Prozent der Befragten ist für die Lagerung. Frauen sind übrigens deutlich häufiger gegen die Lagerung. Bei ihnen schlägt der Anteil mit 68 Prozent zu Buche, bei den Männern nur mit 48 Prozent.

67 Prozent gegen die Nutzung von Atomstrom

Interessanter Nebeneffekt der Umfrage: 67 Prozent der Befragten haben sich gegen die Nutzung vom Atomstrom in Deutschland ausgesprochen. 60 Prozent der Umfrage-Teilnehmer ist dafür, dass die Hansestadt Lübeck die Zwangslagerung des Atomschutts durch die Landesregierung anfechten sollte. Alle Ergebnisse der Umfrage sind übrigens hier zu finden. Oliver Pries

Foto: Ulf-Kersten Neelsen

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