Modellprojekt: Veranstaltungen in Lübeck bald wieder möglich?

Modellprojekt Lübeck Veranstaltungen

Wie können wir alle wieder mehr Freiheiten erlangen? In einem breit angelegten Versuch will das Land Schleswig-Holstein Antworten auf diese Frage erlangen. Im Rahmen des Projektes sollen Veranstaltungsorte für einen bestimmten Zeitraum wieder öffnen. Auch Veranstalter aus Lübeck können sich jetzt bewerben.

Modellprojekt des Landes Schleswig-Holstein

Die Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist vergleichsweise niedrig. Bleibt sie bei unter 100, könnte ein kleines Stück kulturelles Leben wieder zurückkehren – auch nach Lübeck. Denn in einem Modellprojekt will das Land ausloten, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen wieder möglich sind. Dafür sucht die Landesregierung nun Veranstalter, die an dem Versuch teilnehmen.

Hohe Corona-Auflagen für Veranstalter

Die Modellprojekte sollen bereits am 19. April beginnen, allerdings zunächst zeitlich befristet sein. Ist der Versuch erfolgreich, kann aber eine Verlängerung erfolgen. Doch die Auflagen sind extrem hoch. Veranstalter müssen nicht nur Hygienekonzepte vorhalten. Publikum darf auch nur nach vorheriger Anmeldung eingelassen werden. Außerdem müssen Gäste negative Coronatests vorlegen, die Kontaktdaten digital erfasst werden, zum Beispiel mit der Luca-App. „Die Modellprojekte sollen dokumentieren, dass Kulturveranstaltungen auch in Pandemiezeiten mit Hilfe einer geordneten Teststrategie möglich sind“, sagt das Land.

Drei Veranstaltungsorte in Lübeck dürfen mitmachen

Bis zu drei Veranstaltungsorte pro Kreis bzw. kreisfreier Stadt sucht das Land Schleswig-Holstein für den Versuch. Bewerben können sich Theater, Musikclubs, Veranstaltungszentren, Kinos oder Konzerthäuser. Die Bewerbungen müssen bis Mittwoch, 7. April, an Kultur-Modellprojekte@bimi.landsh.de geschickt werden. Das Konzept mit allen Vorgaben ist hier einzusehen.

Lindenau: „Mit Bedacht vorgehen.“

Auch Lübeck will mitmachen. Sowohl Bürgermeister Jan Lindenau als auch Stadtpräsident Klaus Puschaddel haben sich dafür ausgesprochen. „Grundsätzlich begrüßen wir sämtliche Konzepte und Überlegungen, die für unsere Stadt eine Perspektive zur Revitalisierung aufzeigen“, so Puschaddel. Dennoch warnt Lindenau: „Auch wenn Modellprojekte sich als sinnvoll erweisen können, müssen sie mit Bedacht vorbereitet werden.“ Es müssen nun mit Umsicht vorgegangen werden und nicht impulsgesteuert, so der Bürgermeister.

Sehnsucht nach kulturellen Angeboten in Lübeck

„Die Akteure vor Ort sind aufgefordert, klug und vorsichtig und möglichst im Schulterschluss mit einer wissenschaftlichen Begleitung auszuloten, ob sie sich als Modellprojekt bewerben“, sagt die Landtagsabgeordnete  Anette Röttger (CDU). „Jeder Modellversuch geht mit einer hohen Verantwortung in der Pandemie einher. Die Sehnsucht nach kulturellen Angeboten ist groß“, so Röttgen.

Auch ein entsprechendes Sport-Modellprojekt soll in Lübeck durchgeführt werden. Mehr Informationen dazu sind hier zu finden. Oliver Pries

Foto: Pixabay

 

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.