Umbenennung der Eutiner Kaserne genehmigt

Die Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Antrag des Inspekteurs des Heeres zur Umbenennung der Eutiner Rettberg-Kaserne auf den Namen „Oberst-Herrmann-Kaserne“ genehmigt. Damit wird die Traditionsrichtlinie von 2018 umgesetzt. „Im Kern geht es bei den Umbenennungen um eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit“, erklärt Ingo Gädechens , ostholsteinischer CDU-Bundestagsabgeordneter und Obmann im Verteidigungsausschuss. Über den früheren Namensgeber sind in der Vergangenheit Anhaltspunkte kriegsverbrecherischer Taten während des Ersten Weltkriegs bekannt geworden (wir berichteten).

Neuer Namenspatron war erster Kommandeur des Aufklärungsbataillons

Der neue Namenspatron Werner Hermann war Offizier der Wehrmacht und der Bundeswehr. Als Teil der Gründergeneration der Bundeswehr hat er sich entschieden, trotz seiner negativen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg am Aufbau der neuen Verteidigungsarmee positiv mitzuwirken. Vor allem aber war Hermann erster Kommandeur des Panzeraufklärungsbataillons 6, das bis heute als Aufklärungsbataillon in Eutin stationiert ist. „Ich freue mich, dass die Kameraden sich schnell auf diesen Namensgeber einigen konnten. Der persönliche Bezug und die Umstände, unter denen Oberst Hermann am Aufbau der Bundeswehr beteiligt war, sind sehr gute Beispiele für Traditionswürdigkeit.“

Offizieller und öffentlicher Festakt erfolgt später

Die Wahl der Soldaten zeige deren tiefe Verbundenheit mit der Region und die Bereitschaft, sich mit einem heimatverbundenen Offizier zu identifizieren, der seine ganze Kraft und Persönlichkeit in den Aufbau der Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland und somit für die Freiheit seiner Heimat eingebracht hat. „Die Umbenennung soll feierlich unter Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen, sobald dies die Corona-Beschränkungen wieder erlauben“, so Gädechens abschließend.

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