Bund fördert Umbau der Beckergrube mit 3,5 Millionen Euro

Lübeck hat sich mit dem Projekt Umbau der Beckergrube für Fördermittel beworben und wurde als einzige Stadt in Schleswig-Holstein ausgewählt.

Die Hansestadt Lübeck hat sich mit dem Projekt Beckergrube für Fördermittel aus dem Programm Nationale Projekte des Städtebaus beworben und wurde unter 98 Bewerbungen als einzige Stadt in Schleswig-Holstein ausgewählt.

Beckergrube ist eines der 24 ausgewählten Förderprojekte aus dem Programm Nationale Projekte des Städtebaus

Überzeugend für die Entscheidung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) war, dass mit der Umgestaltung der Beckergrube in der Lübecker Altstadt aufgezeigt werden soll, wie ein vom Verkehr dominierter Stadtraum im Unesco-Welterbe zum beispielhaften Ort nachhaltiger Mobilität und Aufenthaltsqualität werden kann. Die Ausführungen zur internationalen Wahrnehmbarkeit, zum Innovationspotenzial und zur Baukultur wurden sehr hoch bewertet.

Insgesamt fördert der Bund 24 Projekte für eine zukunftsweisende Stadtentwicklung mit insgesamt rund 75 Millionen Euro. Für die Umsetzung des Projekts Beckergrube schätzte man die Gesamtkosten auf 7,7 Millionen Euro. Der Bund hat in der Gesamtschau auf alle Bundesländer für die Beckergrube 3,5 Millionen Euro bewilligt. Der kommunale Eigenanteil kommt hinzu.

Derzeitiger Verkehrsversuch soll bis zum Sommer abgeschlossen sein

Bürgermeister Jan Lindenau setzt nun auf die anstehenden Gespräche mit dem BMI, in dessen Rahmen der konkrete Fördermitteleinsatz abgestimmt werden soll. „Eine Förderquote von 46 Prozent ist des Gesamtbedarfes ist eine gute Basis für Durchführung des Vorhabens. Die Förderung zeigt, dass wir mit dem Projekt in der Beckergrube vorbildliche Innenstadtentwicklung vorantreiben, die Innovationspotenzial hat.“ Hierzu werde es im Sommer ein Koordinierungsgespräch mit einer Ortsbesichtigung geben, in dem der Gegenstand des Antrags und der genaue Umfang abgestimmt werden. Zu diesem Zeitpunkt werde auch die Evaluation des Verkehrsversuchs abgeschlossen sein. Zeitgleich wird die Stadt weitere Finanzierungsmöglichkeiten ausloten, um das Projekt mit hohem Anspruch und der formulierten Zielsetzung umsetzen zu können.

Mobilitätskonzept Innenstadt nimmt Form an

Die Bausenatorin Joanna Hagen zeigt sich sehr erfreut: „Dass Lübeck mit diesem vielversprechenden Projekt vom BMI ausgewählt wurde und es in der Beckergrube wie geplant losgehen kann, ist eine großartige Nachricht. Hiermit wird die Umsetzung des von der Bürgerschaft beschlossenen Rahmenplans Innenstadt mit Mobilitätskonzept auf einen sehr guten Weg gebracht.“

Nach aktuellem Stand kann Ende des Jahres die Durchführung des Wettbewerbsverfahrens starten. Nach einer ambitionierten Planung könnte der Spatenstich noch in 2023 erfolgen.

Pressemitteilung Hansestadt Lübeck

Foto: Ulf-Kersten Neelsen

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.