Stopp für AstraZeneca: Wie geht es weiter in Schleswig-Holstein?

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Die Corona-Impfungen mit dem Impfstoff des Herstellers AstraZeneca sind in Deutschland gestoppt worden. Wie geht es jetzt weiter mit den Impfungen in Schleswig-Holstein? Und was müssen Menschen beachten, die bereits eine Impfung mit dem Wirkstoff von AstraZeneca erhalten haben?

Sieben Thrombosen in Deutschland

Der Impfstoff von AstraZeneca ist in Verruf geraten. Zuerst hieß es, dass ältere Menschen ihn nicht gut vertragen. Deswegen erfolgte die Verimpfung überwiegend an jüngere Menschen. Nun ein weiterer Rückschlag: Bei sieben Impfpatienten von knapp 1,6 Millionen in Deutschland Geimpften traten seltene Hirnvenenthrombosen auf. Sechs der Patienten waren Frauen zwischen 20 und 50 Jahren. Um die Fälle zu untersuchen, stoppte die Bundesregierung die weitere Verimpfung bis auf Weiteres.

Impftermine wurden storniert

Aber wie geht es nun weiter mit den Corona-Impfungen? Fakt ist, dass außer dem AstraZeneca-Mittel nur wenige Impfstoffe in Deutschland zur Verfügung stehen. Deshalb wurden nun Impftermine storniert – auch in Schleswig-Holstein. Vorerst bis Freitag, 19. März, sind alle AstraZeneca-Impfungen ausgesetzt. Die Betroffenen wurden darüber informiert, sagt das Land Schleswig-Holstein. Insgesamt fallen 11.520 Termine in Land aus.

Sind meine Impftermine jetzt futsch?

Das Land sagt: Es wird nach Lösungen gesucht, um alternative Termine anbieten zu können. Wer bereits einen Termin gebucht hatte, wird per E-Mail über das weitere Vorgehen informiert. Allerdings verweist das Land in dem Zusammenhang auch auf die Entscheidungen der Behörden und die Impfstoffknappheit. Was genau passiert, ist deshalb noch offen.

Sind Erst- und Zweitimpfungen gestoppt?

Ja, sagt das Land. Mit der Stornierung der Erstimpfung in der laufenden Woche sind demnach auch die Zweittermine ausgesetzt. Das betrifft Zweitimpfungen ab dem 26. April. Es hängt nun an der Entscheidung der Bundesbehörden und der Europäischen Behörden, ob die Impfungen mit AstraZeneca weiter gehen. Darum will das Land auch alle Impfpatienten informieren, sollte die Aussetzung der Impfungen länger dauern.

Worauf muss ich nach einer AstraZeneca-Impfung achten?

Wer zwischen dem 4. und 14. Tag nach der Impfung starke Kopfschmerzen hat, sollte einen Arzt aufsuchen, sagt das Land. Das gilt auch, wenn in diesem Zeitraum punktförmige Hautblutungen auftreten. Am besten ist dann der Hausarzt zu kontaktieren. Die Behörden informieren kürzlich Geimpfte darüber auch per E-Mail.

Ist mein Impftermin ein Termin für den AstraZeneca-Impfstoff?

In Schleswig-Holstein finden in allen Impfzentren Impfungen mit AstraZeneca nur vormittags von 8 bis 12 Uhr statt. Nachmittags kommen andere Impfstoffe zum Einsatz. Andere Impfstoffe sind zu knapp, deshalb kann für die ausgefallenen Termine kein anderer Impfstoff genutzt werden, so die Behörden.

Wie geht es denn nun weiter?

Am Donnerstag, 18. März, will sich die Europäische Arzneimittebehörde (EMA) zum weiteren Vorgehen äußern. Das Land rechnet damit, dass am Freitag, 19. März, mit weiteren Entscheidungen zu rechnen ist. Oliver Pries

 

 

 

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