Sparzwang: Kirchenkreis Ostholstein deckelt Einsparungen

Am Mittwoch treffen die 66 Synodalen des Kirchenkreises Ostholstein online zu den Haushaltsberatungen für das Jahr 2021 zusammen. Ursprünglich für Dezember 2020 geplant, war die Synode verschoben worden, um auf die aktuellen Schätzungen zur Kirchensteuerentwicklung eingehen zu können. Corona-bedingt ist von deutlichen Mindereinnahmen auszugehen. Für 2021 rechnet der Kirchenkreis Ostholstein im Vergleich zur Vorjahresprognose mit einem Minus bei der Kirchensteuer in Höhe von knapp zwei Millionen Euro. Nunmehr sind Einnahmen in Höhe von 12,9 Millionen Euro zu veranschlagen.

Zwei Millionen Euro weniger Kirchensteuer in 2021

Um die sinkenden Einnahmen abzufedern, ist im Haushaltsplanentwurf vorgesehen, 1,3 Millionen Euro aus den Rücklagen zur Stützung zu verwenden. Diese Maßnahme mildert die Sparzwänge etwas. „Die Kirchengemeinden und der Kirchenkreis müssen jeweils rund zehn Prozent ihrer Ausgaben einsparen“, erläutert Verwaltungsleiter Dr. Matthias Hoffmann, der auf Fragen der Synodalen zum Zahlenwerk in zwei vorausgegangenen Online-Runden eingegangen war. Die auf zehn Prozent gedeckelten Einsparungen seien keine leichte Aufgabe, in dieser Situation jedoch unumgänglich.

Pfarrstellen in Ostholstein müssen reduziert werden

Der zweite wichtige Punkt auf der Tagesordnung betrifft Änderungen im Pfarrstellenplan, die vor dem Hintergrund des Personalplanungsförderungsgesetzes der Nordkirche und eines entsprechenden Beschlusses der Kirchenkreissynode von 2019 vorgenommen werden. Der aktuelle Beschlussentwurf sieht die Ruhend-Stellung mehrerer Pfarrstellen vor, die dadurch nicht zur Wiederbesetzung zur Verfügung stehen. Der Kirchenkreis ist seitens der Nordkirche gehalten, zwischen Fehmarn und Stockelsdorf bis zum Jahr 2025 eine Reduzierung um bis zu 13 Pfarrstellen vorzunehmen. Die aus Pensionierungen, Wegbewerbungen und Todesfällen resultierenden Ruhend-Stellungen sind ein erster Schritt, um diese Vorgaben einzulösen.

Nils Baudisch wird Geschäftsführer des Diakonischen Werkes

Außerdem stellt sich Nils Baudisch bei der Online-Synode den Synodalen vor. Er übernimmt ab dem 1. Mai die Stelle des Geschäftsführers des Diakonischen Werkes, dessen Gründung auf der Synode im August 2020 beschlossen worden war. Er hatte zuletzt einen Lehrauftrag an der Evangelischen Hochschule in Hamburg. Zuvor leitete er die Flüchtlings- und Migrationsarbeit Norderstedt des Diakonischen Werks Hamburg-West/Südholstein.

Pressemitteilung Kirchenkreis OH

 

Foto oben: Spricht auf der Synode über Einsparungen: Dr. Matthias Hoffmann ist Verwaltungsleiter des Kirchenkreises Ostholstein.
Foto unten: Nils Baudisch stellt sich den Synodalen als neuer Geschäftsführer des Diakonischen Werkes vor. (Fotos: Heinen/privat)

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