AstraZeneca-Impfungen in Schleswig-Holstein vorerst gestoppt

Impfstoff Impftermine Schleswig-Holstein

Wie das Bundesgesundheitsministerium heute mitgeteilt hat, werden aufgrund einer aktuellen Empfehlung des Paul-Ehrlich-Instituts die Corona-Impfungen mit AstraZeneca durch die Bundesregierung vorsorglich ausgesetzt. Nach neuen Meldungen von Thrombosen der Hirnvenen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung in Deutschland und Europa hält das Paul-Ehrlich-Institut weitere Untersuchungen für notwendig. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA werde entscheiden, ob und wie sich die neuen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes auswirken.

Impftermine mit Biontech und Moderna sind nicht betroffen

Das Land Schleswig-Holstein hat diese Entscheidung umgehend umgesetzt. AstraZeneca-Impftermine werden zunächst ausgesetzt. Über weitere Schritte wird das Gesundheitsministerium informieren, sobald weitere Informationen vorliegen. Gebuchte Impftermine mit mRNA-Impfstoffen (Biontech und Moderna) sind nicht betroffen.

Minister Heiner Garg betont: „Sicherheit geht vor“

Gesundheitsminister Heiner Garg hierzu: „Wir halten uns in Schleswig-Holstein – wie schon in der vergangenen Woche angekündigt – strikt daran, was die zuständigen europäischen und die nationalen Behörden empfehlen, und zwar bei allen Impfstoffen. Die Bundesregierung hat heute die Verimpfung des AstraZeneca-Impfstoffes ausgesetzt, wir haben dies umgehend umgesetzt.“ Nun müsse die Europäische Arzneimittelbehörde entscheiden, welche Auswirkungen die aktuellen Erkenntnisse auf die Zulassung des Impfstoffes haben. „Dies müssen wir nun abwarten – Sicherheit geht vor“, betont Garg.

Betroffene Impf-Kandidaten werden per E-Mail informiert

In Schleswig-Holstein wurden bis einschließlich 14. März gemäß RKI-Impfquotenmonitoring rund 61904 Erstimpfungen und zwölf Zweitimpfungen mit AstraZeneca durchgeführt. Zunächst wurden bzw. werden die weiteren Impftermine mit AstraZeneca bis einschließlich Freitag, 19. März, abgesagt. Alle Betroffenen werden per E-Mail darüber informiert.

Pressemitteilung Gesundheitsministerium des Landes Schleswig-Holstein

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