Strahlentherapie: Meilenstein für den Gesundheitsstandort Eutin

Im Frühjahr 2022 soll eine neue Strahlentherapiepraxis auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs in Eutin ihren Betrieb aufnehmen. Das Lübecker Unternehmen „Curavid“ legte am Dienstag für den millionenschweren Neubau den Grundstein. Die Praxis für Radiologie und Strahlentherapie aus Lübeck verfügt über 60 Jahre Erfahrung und ist in der Hansestadt mit zwei Standorten vertreten.

Künftig kürzere Wege für Ostholsteiner Patienten

„Wir sind kontinuierlich gewachsen und inzwischen so gut ausgelastet, dass wir Doppelschichten fahren müssen“, sagt Dr. Irina Robrahn-Nitschke vom fünfköpfigen Inhaberteam. Man versorgt auch Patienten aus ganz Ostholstein in Lübeck. Die oft langen Anfahrtswege für die in der Regel kurzen Therapiesitzungen sollen nun für die Ostholsteiner durch den neuen Standort verkürzt werden. Dann kann sich auch der Betrieb in Lübeck normalisieren. Die Praxis hat eine Fläche von gut 600 Quadratmetern. Die Ausstattung erfolgt mit einem Bestrahlungsgerät der neuesten Generation. Diese Spitzenmedizin stärke die onkologische Versorgung vor Ort, so Irina Robrahn-Nitschke. In der Eutiner Praxis sollen neben Krebserkrankungen auch Arthrose und Fersensporn behandelt werden.

Dank an Stadtverwaltung für gute Zusammenarbeit

Robrahn-Nitschke danke insbesondere der Eutiner Stadtverwaltung für die stetige Unterstützung des Bauvorhabens. Ursprünglich verfolgte „Curavid“ schon seit 2014 den Praxisneubau in Eutin und hatte dafür das geplante, aber letztlich nie gebaute Ärztehaus an der Sana Klinik im Visier. „Die Praxisinhaber sind auf der Suche nach einem Alternativstandort frühzeitig bei uns vorstellig geworden. Wir haben Gas gegeben und dieses Grundstück in verkehrsgünstiger Lage gefunden“, erläuterte Bürgermeister Carsten Behnk in einem Grußwort.

Politische Entscheidung fiel in Windeseile

Auch die politischen Entscheidungsprozesse seien in Windeseile erfolgt – als klares Signal, wie wichtig dieses Projekt für den Gesundheitsstandort Eutin ist. Behnk: „Ich wünsche dem Bau einen zügigen Fortschritt und allen Beteiligten ein unfallfreies Arbeiten.“ Anschließend wurde die Schatulle für die Grundsteinlegung in das Fundament des Gebäudes eingelassen. Befüllt mit Tageszeitung, FFP2-Maske und kleinen Glücksbringern.  Volker Graap

 

Bild oben: Dr. Irina Robrahn-Nitschke bereitete die Schatulle für die Grundsteinlegung vor und versenkte sie dann im Fundament. (Foto: Graap)
Bild Mitte: So soll das Praxisgebäude auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs in Eutin aussehen, wenn es fertig gestellt ist. (Foto: Curavid)

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