Neue Konzepte: SPD und Pro Bahn für besseren ÖPNV in Lübeck

Gutachten ÖPNV Lübeck Konzepte

Der Öffentliche Personennahverkehr in Lübeck muss besser werden. Das sagt der Fahrgastverband „Pro Bahn“. Und macht gleich Vorschläge, insbesondere für die Strecke Lübeck-Travemünde. Doch die Politik fühlt sich von „Pro Bahn“ auf den Schlips getreten.

Pro Bahn: „ÖPNV in Lübeck soll attraktiv und zuverlässig sein“

In einer Pressemitteilung fordert „Pro Bahn“ einen Ausbau und eine Neuordnung des Angebotes von Stadtverkehr und Bahn in Lübeck. Denn der ÖPNV sollte attraktiv, pünktlich und zuverlässig sein, findet der Verband. Konkret schlägt der Fahrgastverband vor, die Verkehrsachse Lübeck Innenstadt – Kücknitz – Travemünde anzugehen. Zwischen der City und Kücknitz aber auch zwischen der City und Travemünde sollten neue Linien alle 15 Minuten fahren. Für Kücknitz und Travemünde schlägt „Pro Bahn“ die Einführung von Stadtteillinien vor.

Verbesserungen für Strecke Lübeck-Travemünde?

„Unser Konzept setzt auf ein klares und transparentes Liniennetz im Stadtverkehr Lübeck mit einer attraktiven Verknüpfung und einem attraktiven Anschluss zwischen Bahn und Bus an den Bahnstationen Lübeck-Kücknitz Waldhusener Weg, Lübeck-Kücknitz und Lübeck-Travemünde Strand“, erläutert Julian Gebler, „Pro Bahn“-Regionalverband Lübeck , „sowie einer attraktiven Verknüpfung und einem attraktiven Anschluss zwischen der Grundnetz-, der Schnellbus-Linie und den Stadtteil-Linien an den Haltestellen Siems, Solmitzstraße und Teutendorfer Weg.“

SPD hat eigenes Konzept für Lübeck

Das Konzept von „Pro Bahn“ hat die Lübecker SPD auf den Plan gerufen. Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bürgerschaftsfraktion, verweist auf zwei eigene Gutachten zum ÖPNV in Lübeck. Diese Gutachten lägen der Stadtverwaltung vor und würden in den nächsten Wochen von den Gremien der Bürgerschaft eingesehen. Außerdem sollen sie auch in der Öffentlichkeit diskutiert werden, so Pluschkell.

SPD will ÖPNV in ganz Lübeck besser machen

Die Sozialdemokraten stören sich offenbar an der Fixierung von „Pro Bahn“ auf die Strecke Lübeck-Travemünde. Dafür gibt es keinen triftigen Grund, so die SPD. Denn ab Dezember 2022 soll die Strecke im Halbstunden-Takt von Doppelstocktriebwagen befahren werden. Von den eigenen Gutachten verspricht sich die SPD „weitreichende Erkenntnisse, um den ÖPNV in ganz Lübeck besser zu machen.“ Oliver Pries

Foto: Anja Hötzsch

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