Polizei kündigt Kontrollen zu Gurtpflicht und Handynutzung an

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Die Landespolizei Schleswig-Holstein verstärkt in der kommenden Woche die Kontrollen zur Gurtpflicht. Außerdem ist die Ablenkung am Steuer ein zweiter Schwerpunkt der Kontrollaktion. Also die verbotswidrige Nutzung von Handy, Smartphone und Co. am Steuer.

Verstärkte Kontrollen in ganz Schleswig-Holstein

„Wir wollen sensibilisieren und die Verpflichtung zum Anlegen des Sicherheitsgurtes ins Bewusstsein rufen. Es ist unser Ziel, auch auf die besonderen Gefahren für Kinder als Mitfahrende aufmerksam zu machen. Wir werden deshalb eine Woche lang im ganzen Land verstärkt kontrollieren und Verstöße gegen die Gurtpflicht konsequent ahnden“, erklärt Uwe Thöming, der im Landespolizeiamt Schleswig-Holstein zuständig für die Verkehrssicherheitsarbeit ist.

Kinder erleiden als Beifahrer häufig Verletzungen

Ein besonderes Augenmerk gilt somit der ordnungsgemäßen Sicherung von Kindern in Kraftfahrzeugen. Denn der Anteil von Kindern, die als Mitfahrer in Kraftfahrzeugen Verletzungen erleiden, ist seit Jahren hoch. Das heißt: Verstöße gegen die Gurtpflicht kosten 30 Euro Verwarnungsgeld, wer Kinder im Fahrzeug nicht sichert, muss mit bis zu 70 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Wie sichert man Kinder richtig?

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 1,50 Meter sind, dürfen in Kraftfahrzeugen nur mitfahren, wenn geeignete Rückhalteeinrichtungen vorhanden sind. Diese sind unter Beachtung der Größenvorgaben an der ECE-Kennzeichnung erkennbar.

Schwerpunkt Ablenkung

Ablenkung ist eine zunehmende und oft unterschätzte Gefahr im Straßenverkehr. Diesem Umstand hat der Verordnungsgeber Rechnung getragen und den Sanktionsrahmen des § 23 Abs. 1a StVO über Handys und Autotelefone hinausgehend auf elektronische Geräte der Kommunikation, Information oder Organisation deutlich erweitert und die Sanktionshöhe auf mindestens 100 Euro drastisch erhöht. „Wer bei 50 km/h nur zwei Sekunden auf sein Smartphone schaut, ist fast 30 Meter im Blindflug unterwegs“, warnt Uwe Thöming vom Landespolizeiamt. „Diese 30 Meter fehlen als Reaktions- und Bremsweg.“ Pressemitteilung Landespolizei

Foto: Holger Kröger

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