Lübeck: Anmeldung zum Konfirmandenunterricht

In jedem Frühjahr laden die evangelischen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg junge Menschen zum Konfirmandenunterricht ein.

Fragen stellen – das ist die zentrale Aufgabe im Konfirmandenunterricht

In jedem Frühjahr laden die evangelischen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg junge Menschen zum Konfirmandenunterricht ein. Anmelden können sich Jugendliche ab etwa zwölf Jahre, unabhängig davon, ob sie getauft sind oder ob sie aus einem christlichen Elternhaus stammen. Jede evangelische Kirchengemeinde nimmt Anmeldungen dafür entgegen. In diesem Jahr ist allerdings – durch Corona – einiges anders als üblich.

Anmeldungen nehmen alle evangelischen Kirchengemeinden entgegen

Pastor Robert Pfeifer, Beauftragter für den Konfirmandenunterricht in Lübeck, sagt dazu: „Alle Kirchengemeinden haben die Jugendlichen im Blick und möchten für sie ein guter Ort für Vertrauen und Lebensmut sein.“
Am besten wenden sich künftige Konfirmanden mit ihren Eltern an die Kirchengemeinde in ihrem Ort oder ihrem Stadtteil. Wer nicht weiß, an wen sie oder er sich wenden kann, findet auf der Seite https://www.kirche-ll.de unter „Gemeinden“ einen straßengenauen Gemeindefinder. Im gesamten März sind die Kirchengemeinden des Kirchenkreises auf Anmeldungen der Konfirmand:innen eingestellt – telefonisch, per Mail oder per Brief.
Fragen stellen. Das ist die zentrale Aufgabe im Konfirmandenunterricht. Fragen nach dem Glauben, der Kirche, dem Leben, der Gesellschaft, dem Sinn – das alles gehört hier hin.

„Gibt es einen Gott? Wer ist dieser Jesus? Was hat das alles mit der Kirche zu tun? Mit diesen und vielen anderen Fragen setzen sich angehende Jugendliche im Konfirmandenunterricht auseinander. Ganz nebenbei lernen sie Gleichaltrige kennen, denen sie in der Schule vielleicht nicht begegnet wären“, sagt Pröpstin Petra Kallies. Und Robert Pfeifer ergänzt: „Sich Gedanken zu machen über die wichtigen Fragen des Lebens – das macht Sinn und kann auch Spaß machen.“

Konfirmandenunterricht in unterschiedlichen Formen

Anders als andere Generationen es kennen, gibt es eine Fülle von unterschiedlichen Formen des Konfirmandenunterrichts, besonders in der jetzigen Zeit: „Die Konfirmandenzeit lebt vom Miteinander der Gruppe der Jugendlichen. Dort werden wichtige Lebenserfahrungen geteilt und gemeinsam erlebt“, sagt Oliver Erckens. Dass diese Gemeinsamkeit auch in Zeiten der Pandemie möglich wird, dafür werden ganz unterschiedliche kreative Modelle erstellt. Das geht von regelmäßigen wöchentlichen digitalen Treffen über wenigere, ganztägige Veranstaltungen auf Abstand bis hin zu einzelnen Spaziergängen der Pastorin mit ihren Konfirmanden. Genaueres können Interessierte bei ihren jeweiligen Kirchengemeinden erfahren.

Am Ende des Konfirmandenunterrichtes steht die Konfirmation. Mit diesem „Fest des Lebens“ erhalten die Jugendlichen alle kirchlichen Rechte: Sie können Ämter in der Kirche übernehmen und an Wahlen teilnehmen. Sie können Paten für kleine Kinder werden.

Der Konfirmandenunterricht sieht in Zeiten von Corona anders aus. Die Botschaft bleibt dieselbe. Foto: Petra Kallies

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