Museum Schönwalde: 5000 Euro für die Digitalisierung

Kürzlich konnte sich das Dorf- und Schulmuseum Schönwalde über eine Spende von 5000 Euro freuen. Hans Gerhard Ramler aus Sierksdorf überbrachte diese dem ersten Vorsitzenden des Fördervereins, Marc Dobkowitz, der bereits Verwendung für die Mittel hat. Derzeit laufen die Vorbereitungen zur Digitalisierung der umfassenden Sammlung, die auf den ehemaligen Rektor der kleinen Dorfschule, Hermann Michaelsen, zurückgeht. „Diese Aufgabe ist mit ehrenamtlichen Kräften kaum zu leisten“, sagt Dobkowitz.

Spender ist seit der Gründung 1983 Mitglied des Fördervereins

Neben einer weiteren Spende über 500 Euro der VR Bank Ostholstein Nord-Plön stehen bereits 5000 Euro aus einer Erbschaft für die Digitalisierung der Exponate zur Verfügung. Ramler war zur Gründung des Fördervereins 1983 Mitglied des Landtages und ist seither Vereinsmitglied. „Ich bin jemand, der solch eine Mitgliedschaft auch über das Mandat hinaus aufrechterhält“, sagt der Pensionär.

Museum hat schon 600 Exponate digital erfasst

Schon vor Jahren wurde begonnen, erste Stücke der Sammlung zu fotografieren und in einer Datenbank zu erfassen. Welchen Stellenwert die Digitalisierung im Dorf- und Schulmuseum hat, zeigt auch, dass der Förderverein Mitglied Nummer eins im entsprechenden Verbund der Museen mit dem Namen „digiCULT“ ist. „Wir haben bislang auf ehrenamtlicher Basis gut 600 Exponate erfassen können“, berichtet Dobkowitz. 2020 habe man sich für einen Systemwechsel innerhalb des „digiCULT“-Verbundes entschieden und bereite die Datenmigration in eine webbasierte Version der Datenbank vor. „Damit werden wir unabhängig vom Museum als Standort für die Datenerfassung“, begründet der Vereinschef diesen Schritt. Allein 23 Ordner voller Inventarkarten warten auf ihre Übertragung in die Datenbank.

Studenten und Forscher kommen immer seltener in kleine Museen

„Diese Arbeit ist nicht nur wichtig als Grundlage für zukünftige digitale Ausstellungsangebote, wie sie jetzt von manchem Museum als Alternative für den Museumsbesuch entwickelt werden, sondern ist auch wichtig für Forschung und Lehre“, so Dobkowitz. Studenten und Forscher machten sich heute immer seltener auf den Weg in kleine Museen, obwohl dort manche Schätze lagerten. Eine wissenschaftliche Sichtung der in Schönwalde lagernden Sammlung von rund 1000 Schulwandbildern in diesem Jahr habe dies wieder einmal gezeigt.

(Foto: LN-Archiv)

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