Lockdown wird verlängert – Schleswig-Holstein öffnet vieles früher

Bund und Länder haben sich am Mittwoch auf die Verlängerung des Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bis zum 7. März verständigt. Dadurch sollen die Infektionszahlen noch einmal nachhaltig gesenkt werden.

Schleswig-Holstein schert aus und öffnet früher

Vorher gibt es in Schleswig-Holstein bereits erste Schritte für Lockerungen. Laut Ministerpräsident Daniel Günther werden ab dem 22. Februar zunächst die Grundschulen in den Präsenzunterricht und die Kindertagesstätten wieder in den Regelbetrieb übergehen. Dies gelte für Kreise, in denen die 7-Tage-Inzidenz unter 100 liegt. Darüber hinaus können die Friseure bei strikter Einhaltung von Hygiene-Auflagen ab dem 1. März wieder zur Schere greifen. Kurzfristig schiebt die Landesregierung weitere Ausnahmen nach: Auch Zoos, Wildparks, Blumenläden und Gartencenter dürfen ab dem 1. März wieder öffnen.

Bürger sollen weiterhin möglichst auf Kontakte verzichten

„Außerdem haben wir verabredet, ab einer 7-Tage-Inzidenz unter 35 Öffnungsschritte für den Einzelhandel, die Öffnung von Museen und Galerien vorzusehen sowie körpernahe Dienstleistungen zuzulassen. Wir werden auf Bundesebene weiterhin mitarbeiten und darauf hinwirken, in einem nächsten Schritt Perspektiven für die Bereiche Kultur, Sport in Gruppen, Freizeit, die Gastronomie und das Hotelgewerbe zu schaffen“, so Günther weiter. „Unsere gemeinsame Kraftanstrengung zeigt Wirkung! Unsere Zahlen gehen in die richtige Richtung und erlauben es uns, echte Perspektiven zu schaffen und erste Öffnungsschritte zu gehen. Dafür bitte ich alle Schleswig-Holsteiner, auch weiterhin auf möglichst viele Kontakte zu verzichten. Unsere strengen Kontaktregeln bleiben, damit schon bald noch mehr möglich sein kann“, appelliert der Ministerpräsident an die Bürger.

Ostholstein meldet acht Corona-Tote auf einen Schlag

Schlechte Nachrichten kommen dagegen aus dem Kreis Ostholstein: Am Mittwoch wurden gleich acht weitere Corona-Tote auf einen Schlag gemeldet. Die Zahl der Verstorbenen stieg auf 51, die meisten kamen aus Alten- und Pflegeheimen. Dieses deutliche Plus sei „auf technischen Problemen bei der Datenübermittlung“ zurückzuführen, so Kreissprecherin Carina Leonhardt. Alle Fälle seien in Einrichtungen aufgetreten. Die 7-Tage-Inzidenz in Ostholstein beträgt aktuell 70,3. In klinischer Behandlung befinden sich 22 Menschen. Außerdem sind im Kreis bereits 13 Infektionen mit der britischen Virusvariante nachgewiesen worden.    vg

 

(Foto: Graap)

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