Elisa-Studie: Wer erkrankt an Corona und wie schwer?

Um das Infektionsgeschehen besser zu verstehen, gibt es eine Studie des UKSH zur Ausbreitung des Corona-Virus in Lübeck, die Elisa-Studie.

Wochenspiegel-Mitarbeiterin Anja Hötzsch hat an der Elisa-Studie teilgenommen

Corona hat die Welt seit einem Jahr fest im Griff. Um das Infektionsgeschehen besser zu verstehen, gibt es seit dem Frühjahr 2020 eine Studie des UKSH zur Ausbreitung des Corona-Virus in Lübeck, die Elisa-Studie. Dabei steht die Abkürzung für Lübecker Längsdurchschnittuntersuchung zu Infektionen mit Sars-CoV-2. Ich nehme an dieser Studie teil.

Zunächst habe ich, wie viele andere Lübecker auch, an der Erhebung von Gesundheitsdaten über zwölf Wochen teilgenommen. Dazu habe ich eine App heruntergeladen und regelmäßig einen Fragebogen beantwortet. Darin ging es um eventuell aufgetretene Symptome, mein Allgemeinbefinden und meine Kontakte beispielsweise beim Arbeiten, Einkaufen und im privaten Bereich. Einige Teilnehmer wurden zusätzlich ausgewählt, um regelmäßig auf Corona getestet zu werden. Ich gehörte nicht dazu.

Langfristige Studie zum Verlauf von COVID-19

Ende Januar bekam ich die Nachricht, dass es weitere Forschungsmittel gibt und weitere 1000 Personen zu einem Corona-Test eingeladen werden können. Dieses Mal also bin ich dabei und wurde per Zufallsprinzip ausgewählt.
Am 2. Februar war es dann so weit, mein Termin im Testzentrum in den Media Docks stand an. Ich wurde zunächst aufgeklärt, welche Untersuchungen durchgeführt werden und was genau untersucht werden soll.

Zunächst wurde mir Blut abgenommen. Das soll auf eventuell vorhandene Antikörper untersucht werden. Damit wird geprüft, ob ich vielleicht schon unbemerkt einen Kontakt mit dem Corona-Virus hatte, ohne tatsächlich krank geworden zu sein. Als nächstes wurde ein Abstrich genommen, eine unangenehme Sache. Das Stäbchen wird dazu tief in die Nase geschoben, um dort eventuell vorhandene Viren aufzunehmen. Das ist sehr unangenehm, vor allem weil meine Nasenschleimhäute immer sehr empfindlich reagieren. Anschließend wurde noch tief im Rachen ein Abstrich vorgenommen. Dieser Nasen-Rachen-Abstrich wird für den Corona-Test, den so genannten PCR-Test, verwendet. Damit wird auf einen akuten Befall mit Corona-Viren getestet.

Der weitere Verlauf  der Elisa-Studie

Während der PCR-Test nach spätestens 48 Stunden eine Ergebnis liefert, dauern die Blutuntersuchungen bis zu drei Wochen. Ich habe außerdem zugestimmt, dass mein Blut für DNA-Analysen verwendet werden darf. Die Leiter der Elisa-Studie vermuten einen Zusammenhang zwischen genetischen Faktoren und Covid-19. Das bedeutet, dass das Erbgut bestimmen könnte, wer an Corona erkrankt und wie stark derjenige erkrankt.

Es bleibt also spannend, was die Umstände rund um das Corona-Virus betrifft. Und die Elisa-Studie will dabei helfen. Meine Teilnahme bleibt vielleicht auf die zwölfwöchige Fragebogenaktion und diesen einmaligen Test beschränkt, vielleicht geht es aber auch noch weiter.

Medizinstudent Jona Budke nimmt bei Wochenspiegelmitarbeiterin Anja Hötzsch Blut ab. Damit soll untersucht werden, ob bereits eine Corona-Erkrankung ohne Symptome durchlebt wurde. Foto: Hötzsch

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